Gebärmutterhalskrebs: Wie oft sind Abstriche nötig?
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Gebärmutterhalskrebs
GNL5356
Sie haben vielleicht schon von neueren Studien gehört, die darauf hinweisen, daß bei älteren Frauen die Häufigkeit von gynäkologischen Abstrichen zur Untersuchung auf Gebärmutterhalskrebs reduziert oder diese sogar ganz unterlassen werden können. Eine Studie in den Annals of Internal Medicine weist darauf hin, daß Frauen, die im Verlauf der Untersuchungen normale gynäkologische Abstriche aufweisen, wahrscheinlich keinen Nutzen aus regelmäßigen Tests ziehen, die nach dem 65. Lebensjahr durchgeführt werden.
Andere Ärzte jedoch halten noch weitere Studien für erforderlich, um gesicherte Angaben über die empfehlenswerte Häufigkeit von Untersuchungen zu erhalten. Darüber hinaus besteht unter den Experten noch erheblicher Zweifel , ob es wirklich ratsam ist, regelmäßige Untersuchungen völlig einzustellen.
Wir geben Ihnen unseren Rat in Übereinstimmung mit den Empfehlungen des amerikanischen College für Geburtshilfe und Frauenheilkunde: Fragen Sie Ihren Arzt, wie hoch er Ihr Risiko einschätzt und welche Untersuchung er demnach für angemessen hält. Liegt bei Ihnen ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Gebärmutterhalskrebs vor, lassen Sie sich einmal jährlich untersuchen und einen gynäkologischen Abstrich durchführen. Ein erhöhtes Risiko liegt vor, wenn Sie vor Vollendung des 18. Lebensjahres Geschlechtsverkehr bzw. mehr als einen Sexualpartner hatten.
Liegen bereits drei oder mehr aufeinanderfolgende jährliche Untersuchungen mit normalem Ergebnis vor, können weniger häufig angesetzte Untersuchungen genügen. Doch lassen Sie sich auf jeden Fall ärztlich beraten.
Unabhängig vom Lebensalter sollten Sie jährlich eine Brust- und gynäkologische Untersuchung vornehmen lassen.
ähnliche Beiträge
- Kolposkopie hilft bei der Suche nach Gebärmutterhalskrebs
- Heuschnupfen: Kein Sportverzicht nötig
- Helfen Sie Ihrem Darm gezielt auf die Sprünge
- Diese Pflanzen mildern Ihre Rückenschmerzen
- Diabetes Typ 1 lässt sich auch ohne Zuckertest diagnostizieren
- Ist eine Auslandskrankenversicherung wirklich noch nötig?