Gebärmutterhalskrebs: DNA-Test
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Nun gibt es auch in Deutschland einen in den USA entwickelten Test, durch den sich mit nahezu 100prozentiger Sicherheit die wichtigsten und vor allem sämtliche gefährlichen Typen der „Human Papilloma Viren“ identifizieren lassen: Mit ihm läßt sich feststellen, ob Erbgut (DNA) von Human Papilloma-Viren vorhanden ist. Während der Pap-Test die inzwischen entstandenen Zellveränderungen am Gebärmutterhals darstellt, setzt der DNA-Test viel früher an. Er identifiziert bereits den „Auslöser“ der Infektion, die später zu Zellveränderungen führen wird. Mit dem DNA-Test kann außerdem unterschieden werden, ob es sich um einen risikoarmen oder hoch riskanten Viren-Typ handelt.
Wie erfolgreich dieser Test ist, hat in den USA eine Studie bewiesen, an der 46.009 Frauen im Alter von 14 bis 92 Jahren teilnahmen: Mit einem einzigen HPV-DNA-Test wurde bei weitaus mehr Frauen das Erkrankungsrisiko festgestellt als durch wiederholte Pap-Abstriche.
Für die Patientin läuft bei der Vorsorge-Untersuchung der HPV-DNA-Test genauso ab wie der Pap-Abstrich. Er soll diesen auch nicht ersetzen, sondern ergänzen: Bei einem auffälligen Pap-Test oder einem grenzwertigen Ergebnis (Pap IIw oder Pap III) sollte auf jeden Fall ein HPV-DNA-Test gemacht werden. In solchen Fällen übernehmen die Kassen die Kosten. Dieser Test mag zwar teurer sein, er bringt aber mehr Sicherheit und macht eventuelle Wieder-holungen eines Pap-Abstrichs überflüssig, von der Einsparung einer möglicherweise unnötigen Behandlung ganz zu schweigen.