Gebärmutterhalskrebs: Behandlung richtet sich nach Stadium
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Ist der Pap-Abstrich positiv ausgefallen (d.h. es wurden Zellveränderungen festgestellt) oder zeigt der DNA-Test, daß Erbgut von krebsauslösenden Papilloma-Viren vorhanden ist, wird der Arzt Sie vermutlich in die Klinik einweisen. Spätestens dort wird eine Kolposkopie (Spiegelung des Muttermundes) durchgeführt, um die sicherste und dabei schonendste Operationstechnik festzulegen.
Eine medikamentöse Behandlung von Krebsvorstufen gibt es bisher nicht. Es wird immer ein chirurgischer Eingriff nötig, den manche Ärzte ambulant durchführen. Dabei wird das betroffene Gewebe am Gebärmutterhals per Laser oder Schlinge abgetragen oder aus dem Muttermund ein kleiner Kegel (Konus) herausgeschnitten (Konisation).
Die Heilungsrate beträgt nahezu 100 Prozent. Danach kann die Frau sogar ein Kind austragen (die Wartezeit muß sie bei ihrem Arzt erfragen); es kann allerdings notwendig sein, den verkürzten Gebärmutterhals durch eine Cerclage (einen eingelegten Ring oder eine angelegte Naht) abzustützen, damit keine Fehlgeburt oder Frühgeburt erfolgt.
Hat der Gebärmutterhalskrebs aber erst einmal zu wachsen begonnen, breitet er sich invasiv (eindringend) meist rasch im kleinen Becken, im Darm und auf die Nieren aus. Seine Behandlung ist abhängig vom Stadium und nur mittels radikaler Operationen, Bestrahlung oder Chemotherapie möglich.
Vorsorge ist also extrem wichtig, damit jeder Frau so ein Schicksal erspart bleibt.
Helga Vollmer
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