Dieses knapp birnengroße, ca. 100 g schwere, an breiten Bindegewebssträngen, den „Mutterbändern“, mitten im Unterleib (und tief im weiblichen Körperselbstbild) verankerte Hohlorgan hat trotz seines einschränkenden Namens mehrere Aufgaben; es ist deshalb auch nie „nutzlos“. Seine bedeutsamste Aufgabe erfüllt es in der Schwangerschaft, wenn sich eine befruchtete Eizelle in seiner inneren Auskleidung, der nährstoffreichen Schleimhaut (Endometrium), eingenistet hat. Dann entsteht aus Teilen der Schleimhaut und der Eihülle der Mutterkuchen (Plazenta), der den wachsenden Embryo versorgt und schützt.

Die starken, elastischen Muskelwände der Gebärmutter dehnen sich mit dem Wachstum des Embryos aus und ziehen sich in Wehen stark zusammen, sobald der Geburtszeitpunkt gekommen ist. Danach bildet sich das Organ – unterstützt von Saug-Reflexen beim Stillen – wieder zurück.

Auf diese Aufgabe bereitet sich die Gebärmutter ab der Pubertät allmonatlich im Monatszyklus vor. Ohne Empfängnis löst sich das „Nest“, d. h. die Schleimhaut, die sich unter hormonellen Einflüssen etwa alle vier Wochen frisch aufbaut, bei jeder Menstruation wieder von ihren Wänden ab. Das kann „Arbeitsschmerzen“ (wie Muskelkater) verursachen – Problem und Anlaß für viele Frauen, ihre Gebärmutter abzulehnen. Das verschärft die Krämpfe noch. Wärme, Entspannung und Akzeptanz helfen dem Organ.

Aus ihren inneren Wanddrüsen sendet die Gebärmutter zahlreiche Botenstoffe aus, u. a. Prostaglandine (sie lösen Muskelkontraktionen aus, erweichen beim Gebären den Muttermund – das in die Scheide reichende Ende der Gebär-mutter – und wirken auf die Blutgefäße aller Unterleibsorgane ein) sowie das „Entspannungshormon“ Relaxin. Beim Sex empfängt und vermittelt auch die Gebärmutter lustvolle Impulse; viele Frauen spüren, wie sie im Orgasmus angenehm zuckt.

Eine Entfernung der Gebärmutter (Hysterektomie) schafft häufig Lang-zeit-Komplikationen, von Beckenneuralgien bis zu Depressionen. Unstillbare Blutungen, schweres Absacken (Gebärmuttervorfall) und Krebs sind fast die einzigen triftigen Gründe für eine solche Operation. Gutartige Muskelgeschwülste (Myome) können meist organerhaltend operiert oder hormo-nell verkleinert werden. In den Wechseljahren bilden sie sich meist von selbst zurück. Der Auf- und Abbau der Gebärmutterschleimhaut hört dann allmählich auf, damit auch die Menstruation; das Organ „geht in den Ruhestand“.

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Gebärmutterschleimhautkrebs: Gute Heilungschancen bei Früherkennung

21.03.2011 16:00 

Ihre Wechseljahre sind längst vorbei, sodass Ihre letzte Regelblutung schon Jahre zurückliegt. Deshalb sind Sie auch sofort zum Arzt gegangen, als Sie bei sich eine Vaginalblutung feststellten. Sie haben []

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