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Enzyme für die Frau und deren Vorteile bei gynäkologischen Erkrankungen

Enzyme beteiligen sich an nahezu allen Stoffwechsel-Vorgängen lebender Organismen. Darüber hinaus nutzen sie ihre Wirkungen gezielt bei typischen Erkrankungen des weiblichen Geschlechts.

Enzyme: Reaktions-Beschleuniger des menschlichen Körpers

Stellen Sie sich vor, Sie essen ein Stück Fleisch und einen Salat, und beides bliebe unverdaut im Magen liegen; oder Sie schneiden sich in den Finger und die Wunde könnte sich nicht schließen.

Ohne Enzyme würden Sie verhungern und verbluten. Bereits ein Schnupfen brächte Sie in Lebensgefahr oder würde Sie zumindest ein Leben lang plagen.

Denn ohne Enzyme laufen alle biochemischen Vorgänge im Körper unendlich langsam ab: Ihr Bissen Fleisch und der Salat wären erst in 1.000 Jahren verdaut.

Enzyme sind Bio-Katalysatoren (Initiatoren oder Reaktions-Beschleuniger) und Tausendsassas, denn sie besitzen unendlich viele Funktionen:

  • Sie killen Bakterien,
  • beschleunigen das Abheilen von Entzündungen,
  • verhindern oder mildern überschießende entzündliche Reaktionen,
  • bekämpfen Durchblutungs-Störungen
  • und stärken die körpereigenen Abwehrkräfte.

Mindestens 2.700 Enzyme arbeiten für Sie

Bisher identifizierten Forscher rund 2.700 verschiedene Enzyme allein im menschlichen Organismus. Experten vermuten, dass zwischen 12.000 und 14.000 Enzyme vorkommen, von denen jedes wahrscheinlich eine spezielle Funktion als Bio-Katalysator chemischer Prozesse erfüllt.

Des Weiteren sind Hormone für bestimmte Vorgänge im Organismus zuständig. Sie zirkulieren als winzige Botenstoffe durch den gesamten Organismus, um den Zellen entsprechende Botschaften und Signale auszurichten.

Währenddessen führen die Enzyme vor Ort die Arbeiten aus, die Hormone den Zellen in Auftrag geben. Dabei wirkt kein Enzym für sich allein, sondern stets im Verbund mit anderen Enzymen.

Je nach Bedarf knipst ein Enzym wie ein Schalter seine chemische Reaktion an und aus. Ein einziges Enzym schafft auf diese Weise in 1 Min. 36 Mio. Reaktionen.

Enyzme – die richtige Einnahme

Jedes Frühjahr geistern Schlagzeilen wie „Enzyme machen schlank“ durch die Medien. Das stimmt nicht! Es sei denn, Sie essen nichts anderes als Enzyme in Form von Früchten wie Ananas oder Papaya.

Wenn Sie Enzyme oder Enzym-Gemische einnehmen, was Ihrem Organismus gut tut, sollten Sie einige Dinge beachten:

  • Enzyme als Tabletten, Pillen, Dragees oder Pulver sollten Sie stets spätestens 0,5 Std. vor der Mahlzeit oder frühestens 1,5 Std. danach einnehmen.
  • Sie entfalten die beste Wirksamkeit für den Organismus ohne Beschwerden, wenn der Dünndarm sie resorbiert.
  • Zusammen mit einer Mahlzeit aufgenommen, aktivieren sie sich schon im Magen und verwerten die Nahrung viel besser. Das heißt auch: Dann machen sie dick!

Enzyme bei Eileiter-Entzündungen

Die Behandlung von akuten und chronischen Eileiter-Entzündungen (Adnexitiden) ist oft schwierig und verlangt viel Geduld.

Meist sind Bakterien über Scheide und Gebärmutter mit dem Blut zu Eileiter und Eierstock gelangt und haben eine aktive Entzündung ausgelöst.

Ursachen und Behandlung einer Eileiter-Entzündung

Das kann vorkommen:

  • nach einer Unterkühlung,
  • auch nach der Menstruation,
  • bei geschwächtem Allgemeinzustand,
  • nach Scheiden-Entzündungen,
  • nach gynäkologischen Eingriffen
  • sowie gelegentlich bei Frauen, die eine Spirale tragen.

Aus einer nicht ausgeheilten akuten Entzündung entwickelt sich eine chronische Adnexitis, die immer wieder aufflammt (rezidiviert).

Entzündliche Adnexitiden müssen zunächst mit Antibiotika behandelt werden, um die Erreger zu vernichten. Zusätzlich werden vom Arzt meist  schmerzstillende und krampflösende  Mittel verordnet.

Die Vorteile der Enzym-Therapie

Zur Vermeidung von Spätfolgen wie Sterilität, (chronische) Eileiter-Verklebungen und Wucherungen eignet sich eine zusätzliche Enzym-Behandlung.

Da eine Enzym-Therapie die Funktionen des Immunsystems nicht hemmt, sondern unterstützt, können Sie mit ihr in allen Stadien der Erkrankung beginnen. Sie sollten sie aber nach dem Abklingen der Entzündung noch einige Monate durchführen.

Nicht nur verkürzen Enzyme die Behandlung; es treten auch seltener Rezidive auf. Fragen Sie Ihren Arzt nach dem richtigen Enzym-Gemisch und nach der Dosierung.

Enzyme bei Mastopathie

An der sogenannten Mastopathia fibrosa et cystica (schmerzhafte Brust-Schwellung) leidet etwa jede 2. Frau im geschlechtsreifen Alter zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr.

Häufig hält man es für eine Entzündung, weil die Knoten sehr schmerzhaft sind. Doch die Ursachen für solche Umbau-Prozesse und gutartigen Wucherungen des Brustgewebes bleiben unbekannt und es gibt keine speziellen Medikamente dagegen.

Verschiedene Studien stellten fest, dass sich die Mastopathie wirkungsvoll mit Enzymen behandeln lässt; dies gilt besonders in Kombination mit den Vitaminen E und A.

Enzyme bei Venen-Leiden

Unser aufrechter Gang bringt es mit sich, dass das Blut aus den Beinvenen entgegen der Schwerkraft wieder in Richtung Herz gepumpt werden muss.

Erschlaffen die Venen-Wände, können die Venen-Klappen nicht mehr richtig schließen, und das Blut versackt (auch infolge von Bewegungs-Mangel) in den Beinvenen.

Bereits geringe Reizungen der Venen-Wände können Schmerzen und Schwellungen verursachen. Entzündet sich so eine Irritation, spricht man von einer sogenannten Thrombophlebitis. Frauen leiden unter dieser venösen Insuffizienz wesentlich häufiger als Männer.

Wirkung der Enzym-Gemische bei Venen-Leiden

Ihnen können sowohl vorbeugend als auch therapeutisch Enzym-Gemische helfen – v. a. solche, die neben Enzymen wie Bromelain, Trypsin und Papain auch das gefäßabdichtende Rutin enthalten. Das bewirken sie:

  • Sie vermindern Schwellungen und Ödeme,
  • lösen Fibrin-Ablagerungen auf (Bestandteile eines zukünftigen Gerinnsels)
  • und regen den Blutfluss an.

Erfahrungsgemäß kann nach 1 – 2 Wochen eine bessere Durchblutung in den betroffenen Arealen gemessen werden. Mit dem normalisierten Venendruck lassen auch die Schmerzen nach.

Krampfadern in der Schwangerschaft

Fast 30% der Erstgebärenden und 60% der Frauen nach mehreren Geburten bekommen im Verlauf der Schwangerschaft venöse Veränderungen und Störungen in den Beinen wie:

  • Schwere-Gefühl,
  • Ödeme,
  • Krämpfe
  • und Schmerzen
  • sowie oft auch Krampfadern (Varizen).

Da Schwangere mit Medikamenten vorsichtig sein müssen, kann oft eine Enzym-Therapie Abhilfe schaffen. Das muss aber vorher mit dem Arzt abgeklärt werden!