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Endometrium-Biopsie: Wenn Proben der Gebärmutter-Schleimhaut zur Analyse entnommen werden

Vor den Wechseljahren wussten Sie, wann Sie Ihre Periode zu erwarten hatten. Nach den Wechseljahren machten Sie sich darüber keine Gedanken mehr – bis Sie vor Kurzem eine unerwartete Blutung hatten.

Wie es zu abnormen Blutungen kommt

Abnorme Blutungen treten aus verschiedenen Gründen sowohl vor als auch nach den Wechseljahren auf. Zu den Gründen gehören:

  • eine unregelmäßige Periode,
  • ein schwankender Hormon-Spiegel,
  • Infektionen der Scheide oder des Gebärmutterhalses,
  • Schwangerschafts-Komplikationen,
  • ein Vorfall der Gebärmutter oder des Gebärmutterhalses
  • oder Gewebe-Wucherungen der Gebärmutter.

Im Allgemeinen sind die Wucherungen gutartig (benigne Tumoren). Darüber hinaus lösen unter Umständen Krebsgeschwülste (maligne Tumoren)

  • der Scheide (Vagina),
  • des Gebärmutterhalses,
  • der Gebärmutter
  • oder der Eileiter

abnorme Blutungen aus.

Gründe für Blutungen nach den Wechseljahren

Blutungen bei Frauen nach den Wechseljahren treten häufig aus folgenden Gründen auf:

  • Krebs der Gebärmutter-Schleimhaut: Die Wahrscheinlichkeit der Entstehung von Krebs der Gebärmutter-Schleimhaut steigt in den Wechseljahren. Am häufigsten kommt er bei Frauen in ihren 60ern vor. Diese Krebsart hat bei frühzeitiger Diagnose eine gute Heilungs-Chance. Abnorme Blutungen durch Gebärmutterkrebs treten häufig zu Beginn der Erkrankung auf.
  • Endometriale Hyperplasie: Das bezeichnet eine abnorme Verdickung der Gebärmutterwand. Sie weist möglicherweise auf präkanzeröse Veränderungen (Krebsvorstadium) hin.

Endiometrium-Biopsie: Ursachen-Forschung

Um die Ursache herauszufinden, empfiehlt Ihnen Ihr Arzt eine Biopsie.

Dabei entfernt er Gewebe aus der Schleimhaut der Gebärmutter (Endometrium) und  untersucht dieses unter einem  Mikroskop.

In den meisten Fällen nimmt Ihr Arzt diesen Eingriff ambulant vor.

Wann eine Endometrium-Biopsie in Betracht kommt

Wenn Sie nach den Wechseljahren leichte oder stärkere Blutungen erleiden, sollten Sie Ihren Arzt sofort informieren. Im Allgemeinen nimmt er dann eine Endometrium-Biopsie vor.

Diese zieht man des Weiteren bei Frauen in Betracht, die noch nicht in den Wechseljahren und nicht schwanger sind, wenn  beunruhigende Blutungen zwischen den Perioden auftreten.

Wenn Sie nicht in den Wechseljahren sind und Bedenken wegen unregelmäßiger Blutungen haben, beraten Sie sich mit Ihrem Arzt. Sind die Blutungen sehr stark, begeben Sie sich sofort in ärztliche Behandlung!

Gelegentlich weist ein routinemäßiger Abstrich (Pap-Test) abnorme Zellen der Gebärmutter nach. Er gilt als bester Frühwarntest für Krebserkrankungen des Gebärmutterhalses. Ist er positiv, führt Ihr Arzt wahrscheinlich eine Biopsie durch.

Alternativen zur Endometrium-Biopsie

Abnorme Blutungen können auch mit anderen Methoden abgeklärt werden.

  • Das kann z. B. mit einem chirurgischen Eingriff erfolgen. Bei dieser Dilatation und Curettage benutzt der Chirurg Instrumente, um die Gebärmutter-Schleimhaut auszukratzen. Der Eingriff findet i. d. R. unter Narkose statt. Seit der Entwicklung der neueren Endometrium-Biopsie-Technik führt man ihn weniger häufig durch.
  • Die Gebärmutter kann darüber hinaus mittels Ultraschall untersucht werden. Führt man ein dünnes Endoskop (Hysteroskop) durch den Gebärmutterhals direkt in die Gebärmutter ein, so kann man das Innere der Gebärmutter direkt einsehen.