Endometriose: Operative Behandlung
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GNL5356
Für die Therapie kommt auch eine Operation in Frage. Die Ärztin oder der Arzt wird zusammen mit der Patientin entscheiden, was im Einzelfall das Beste ist. Endometrioseherde, die im Scheidenbereich, am Gebärmuttereingang, außen am Damm, am Nabel oder an der Haut sitzen, lassen sich relativ leicht entfernen, entweder durch Ausschneiden (Exzision) oder durch Verkochen (Elektro-, Thermo- oder Laser-Koagulation).
Im Bauchraum gelegene Herde werden über eine Becken- bzw. Bauchspiegelung angegangen. Mit feinsten Instrumenten lassen sich die versprengten Zellinseln über diese optischen Geräte ausschneiden oder verkochen. An den Eierstöcken wird mikrochirurgisch operiert, insbesondere, wenn noch Kinderwunsch besteht. Bei ausgedehntem Befall kann die Resektion größerer Anteile von Scheide, Eierstöcken, Gebärmutter oder Haltebändern bzw. deren völlige Entfernung notwendig werden. In solchen Fällen ist eine medikamentöse Vorbehandlung mit Hormonen sinnvoll. Sie verkleinert die Herde so weit, dass sie leichter ausgeschnitten werden können. Das entfernte Gewebe muss immer feingeweblich (histologisch) untersucht werden: um die Diagnose zu sichern und um etwaige bösartige Zellwucherungen zu erkennen.
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