Endometriose: Entstehung ist rätselhaft
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Die genaue Ursache dieses Leidens ist nach wie vor nicht umfassend geklärt, doch gibt es verschiedene Theorien zu ihrer Entstehung. Sie reichen von Zellveränderungen über die Absiedelung von Zellen aus geplatzten Eierstockzysten bis hin zur Verschleppung von Zellen der Gebärmutterschleimhaut über Blut- und Lymphgefäße. Einleuchtend ist die Vorstellung, dass Menstruationsblut nicht nur über die Scheide nach außen fließt, sondern in geringen Mengen auch in die andere Richtung, also über die Eileiter in die Bauchhöhle. Diese so genannte retrograde Menstruation gilt als physiologisch, d. h., sie kommt bei fast allen Frauen vor. Dabei könnten auch Schleimhautfetzen mit transportiert werden.
Warum leiden dann nicht alle Frauen an Endometriose? Hier kommt die Immunabwehr ins Spiel. Normalerweise werden solche Partikelchen von den körpereigenen Fresszellen vernichtet. In manchen Fällen, wenn diese Immunabwehr gestört oder durch die Größe der Schleimhautfetzen überfordert ist, können sich die Partikel festsetzen und anwachsen. Dies erklärt die Herde im Beckenraum, nicht aber eine Endometriose in der weit entfernt liegenden Lunge. Hier müssen weitere Transportwege über Blut- und Lymphgefäße an der Verbreitung des Gewebes mitgewirkt haben.