Endometriose: Diagnose
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Da die Endometriose in ihren Erscheinungsformen so vielfältig und oft so schwer auszumachen ist, wird sie auch das „Chamäleon“ der Medizin genannt. Leitsymptome sind:
- zyklusabhängige Schmerzen,
- Blutungsanomalien (zu viel oder zu wenig) und
- Störungen der Fruchtbarkeit.
Viele betroffene Frauen haben auch Beschwerden beim Geschlechtsverkehr, beim Wasserlassen oder beim Stuhlgang – je nachdem, wo sich die Schleimhautinseln gebildet haben. Durch Verwachsungen mit dem umliegenden Gewebe können im Laufe der Zeit auch Dauerschmerzen hinzu kommen, die sich diagnostisch noch schwerer einordnen lassen.
Erstaunlicherweise haben nicht alle Frauen mit Endometriose so heftige Schmerzen. Etwa die Hälfte ist nahezu beschwerdefrei! Bei ihnen wird die Endometriose meist dann aufgedeckt, wenn sie wegen ungewollter Kinderlosigkeit eingehend untersucht werden. Auch hat sich gezeigt, dass nicht unbedingt die größten Endometrioseherde die heftigsten Beschwerden verursachen. Ein kleiner Herd in Nervennähe kann sehr starke Schmerzen auslösen, während ein größerer ohne Nervenkontakt oft kaum bemerkt wird.
Die Diagnose ist schwierig
Viele Frauen mit Endometriose haben eine wahre Odyssee von einer ärztlichen Praxis zur anderen hinter sich, bis ihr Leiden endlich erkannt wird. Ärzte denken oft nicht an eine solche Möglichkeit. Leider neigen viele Ärzte dazu, Monatsbeschwerden nicht besonders ernst zu nehmen, und übersehen dann die Möglichkeit einer Endometriose.
Bei äußeren Herden, etwa im Scheiden(eingangs)bereich oder am Damm, weisen meist schon Vorgeschichte und körperliche Untersuchung auf die Diagnose hin. Für Endometriose-Absiedelungen im Körperinneren bedarf es dagegen Untersuchungsverfahren wie Ultraschall oder evtl. Computertomographie, die aber auch nicht immer erfolgreich sind. Die sicherste, aber auch aufwändigste Methode ist die Bauchspiegelung. Sie gewährt einen direkten Blick auf die Organe im Becken und lässt die bläulich-roten, bläulich-braunen, bläulich-schwarzen oder aber auch völlig unpigmentierten Endometrioseherde und eventuelle Blutseen meist gut erkennen. Bei Blutungen aus dem Darm ist eine Darmspiegelung (Koloskopie) angezeigt.
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