Brustkrebs: Mammographie zur Früherkennung
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GNL5356
Nachrichten, daß übermäßig viele Mammographien falsch-positive Ergebnisse liefern, haben sich als falscher Alarm herausgestellt. Die Bezeichnung „falsch-positiv“ bedeutet in diesem Zusammenhang, daß eine Untersuchung fälschlicherweise zum Befund „Krebs“ gekommen ist.
Britische Wissenschaftler hatten die Krankenblätter von 2.400 Frauen durchgesehen und schätzten, daß nach jeweils zehn Mammographien in ungefähr 50 Prozent der Fälle ein falsch-positives Ergebnis herauskommt. Dieser Mediziner-Sprachgebrauch hat in der Presse zu Mißverständnissen geführt und falsche Ängste geschürt. Denn was bedeuten diese Zahlen wirklich?
In der Studie sind auch alle jene Frauen mitgezählt worden, bei denen das Ergebnis der Mammographie weiterführende Untersuchungen veranlaßt hatte – z. B. Ultraschall oder Gewebeprobe. Ergaben die weiteren Untersuchungen, daß die auffälligen Anzeichen nicht auf Krebs zurückzuführen waren, wurde von „falsch-positiv“ gesprochen.
Die prominente amerikanische Gynäkologin Dr. Deborah Rhodes erläuterte diesen für die Öffentlichkeit verwirrenden medizinischen Sprachgebrauch. Schließlich ist die Mammographie dazu da, jene Frauen herauszufiltern, bei denen eine weiterführende Untersuchung sinnvoll ist, die den Verdacht bestätigen oder ausräumen soll. Echte Falschmeldungen kommen nur bei ca. 2 Prozent vor.
Diese Rate hält die Ärztin für akzeptabel angesichts der Tatsache, daß die Untersuchungsmethode der Mammographie die Todesrate durch Brustkrebs um 30 Prozent senkt.
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