Brustkrebs: Alkohol steigert Risiko
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Brustkrebs
GNL5356
Die Frage, ob Alkoholkonsum die Gefahr für Brustkrebs erhöht oder nicht, wird von der medizinischen Fachwelt immer noch kontrovers diskutiert, obwohl es bereits über 50 Studien zu diesem Thema gibt.
Jetzt hat sich ein großes Projekt „Diet and Cancer” vorgenommen, alle verstreuten Studien zusammenzufassen, die sich mit den Beziehungen zwischen Lebensstil und Brustkrebsrisiko befassen. Die Studien wurden in den Niederlanden, Schweden, Kanada und den USA durchgeführt. Sie erfaßten über elf Jahre lang mehr als 300.000 Frauen, darunter 4.335 Patientinnen mit invasivem (wucherndem) Brustkrebs. Alle Frauen erhielten einen Ernährungs-Fragenkatalog, in dem sie auch nach ihren Trinkgewohnheiten gefragt wurden: Wein oder Schnaps.
Dabei stellte sich heraus, wie die angesehene amerikanische Ärztezeitschrift JAMA berichtet, daß das Risiko an Brustkrebs zu erkranken, linear mit der Menge des täglich genossenen Alkohols anstieg. Für Frauen, die im Schnitt täglich 30 bis 60 Gramm Alkohol – 2 bis 4 Flaschen Bier oder 2 bis 5 Gläser Wein – zu sich nehmen, ist das Risiko anderthalb mal so hoch wie für Frauen, die weniger oder gar keinen Alkohol trinken.
Das tägliche Rotwein-Erlebnis soll sich ja günstig auf das Herz auswirken. Doch inzwischen mehren sich die Studien, die das Gegenteil aufzeigen. Daher ist Frauen doppelt zu empfehlen, sparsam mit der Droge Alkohol umzugehen. Lieber weniger und dafür bewußt genießen!
ähnliche Beiträge
- Alkoholische Getränke erhöhen Brustkrebsrisiko
- Familiäre Belastung: Verschiedene Faktoren erhöhen Brustkrebsrisiko
- Mäßiger Alkoholkonsum kann sich auf Gelenkrheumatismus auswirken
- Olivenöl hält Brustkrebs und Multiple Sklerose in Schach
- Olivenöl hält Brustkrebs und Multiple Sklerose in Schach
- Brustkrebs: Auch Männer sind betroffen