Brust: Definition
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Brust
GNL5356
Erfahren Sie mehr über Ihre weiblichen Organe
Unter dem Einfluss der Östrogene bilden sich in der Pubertät allmählich die Brüste aus: zwei runde oder ovale Polster über den Brustmuskeln, die zu zirka einem Drittel aus elastischem Fett-, zu zwei Dritteln aus festerem Brustgewebe bestehen. Auch die Mamillen („Brustwarzen“) wachsen, bekommen eine größere, dunklere Areola („Warzenhof“) und verlagern sich gewöhnlich in das untere Brustdrittel. Oft bleibt eine Brust etwas kleiner als die andere, oder die Mamillen sind nicht symmetrisch. Beides ist völlig normal. Sehr üppige Brüste können die Psyche und durch ihr Gewicht die Wirbelsäule stark belasten; eine Verkleinerungsoperation wird dann vom Arzt empfohlen und von den Krankenkassen übernommen.
Der Aufbau der Weiblichen Brust
Das Brustgewebe besteht aus Nerven, Blutgefäßen, zahlreichen Drüsenläppchen, in denen sich zum Ende der Schwangerschaft die Muttermilch bildet, sowie mehreren Milchgangsystemen – in jeder Brust fünf bis neun –, die sich umeinander ranken wie Baumwurzeln und mit je einer winzigen Öffnung in der Mamille enden. Schützendes Bindegewebe hüllt alle diese Strukturen ein.
Die Mamillen, die Brustwarzen, enthalten Nervenfasern, die Lustgefühle bis hin zum Orgasmus vermitteln können, sowie feines Muskelgewebe, das sich bei Kälte, bei sexueller Erregung oder beim Stillen zusammenzieht: Die Brustknospen (Brustwarzen) werden härter und richten sich auf. Ihre zarte Haut, aus der oft einzelne Härchen sprießen, wird von talgigen Absonderungen aus Drüsen im Brustgewebe geschmeidig erhalten. Manche Frauen haben kaum gewölbte oder nach innen gezogene Mamillen (Flach-, Schlupf- oder Hohlwarzen). Das kann zu Problemen beim Stillen führen. Aber Frauen mit sehr kleinen Brüsten haben meist weniger Probleme mit dem Stillen, als angenommen wird.
Wichtig zu wissen: Jede Frau hat ihr ganz individuelles, leicht selbst ertastbares „Brustmuster“. Das Gewebe kann feinkörnig oder klumpig, unter den Achselhöhlen oder im oberen Bereich nicht selten auch knotig sein. Brüste sind zudem lebendig wie ihre Trägerin: Zahlreiche Faktorenz. B. Monatszyklus, Schwangerschaft, Antibabypille, Gewichtszu- und -abnahmen bis hin zu Lust und Frust im Sexualleben – können ihre Gewebe, Form und Empfindlichkeit beeinflussen. Natürliche „Umbauten“ im Brustgewebe gelten heute medizinisch nicht mehr als krankhafte Mastodynie (schmerzhafte Schwellung der Brüste, insbesondere vor der Monatsblutung). Die eigenen Brüste und ihre (Stress-) Reaktionen gut zu kennen, kann daher jeder Frau unnötige Sorgen ersparen.