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Brust: Brüste ändern sich ständigg

Verantwortungsvolle Chirurgen lehnen Brustoperationen ab, die lediglich eines Partners wegen erwogen werden (zu oft wird die Frau später trotz der Brustplastik verlassen) oder die eine Klientin nur deshalb wünscht, weil sie unbedingt „ideal schön“ sein will.

Schönheit ist Geschmackssache, und Aussehens-Ideale unterliegen wechselnden Moden. In den fünfziger Jahren war es der Superbusen à la Marilyn Monroe, in den Sechzigern die kindliche Brust des mageren Models Twiggy, in den Siebzigern die (BH-lose) Apfelform, die in den Achtzigern noch unterstützt werden mußte von durchtrainierten Brustmuskeln nach Jane Fonda, in den Neunzigern abwechselnd Flach- und Vollbusen, je nach gängigem Starkult.

Eine große Hilfe für Frauen, die unter einem angeblich unschönen oder „zu“ kleinen Busen leiden, kann es nach psychologischer Auffassung sein, sich einmal von künstlichen Idealbildern zu lösen und Frauenbrüste wahrzunehmen, wie sie wirklich sind: nämlich unendlich verschieden. Kein Paar Brüste gleicht einem anderen (ja selbst die linke und rechte Brust derselben Frau unterscheiden sich oft voneinander), und alle sind auf ihre Weise schön.

Die Brüste wandeln sich stets

Beschaffenheit und Form der Brüste sind genetisch bedingt, aber sie ändern sich mit den Lebensphasen der Frau. In der Pubertät sehen sie anders aus als in der Schwangerschaft, der Stillzeit oder den Wechseljahren; sie verändern sich im Lauf des Monatszyklus (oft auf sehr typische, höchst individuelle Weise) wie auch im Lauf des Älterwerdens.

Mütter müssen ihre heranwachsenden Töchter mit der Tatsache vertraut machen, daß ihre Brüste nie eine „endgültige“ Form und Gewebestruktur haben werden. Sonst erscheinen ihnen physiologische, d. h. normale Brustveränderungen als Krankheitssymptome; leichte Normabweichungen rufen Furcht hervor.

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