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So beruhigen Sie eine gereizte Blase

In Deutschland leiden schätzungsweise vier Millionen Menschen an einer Reizblase, die medizinisch als überaktive Blase bezeichnet wird. Die Dunkelziffer ist dabei recht hoch, denn viele Betroffene verschweigen aus Scham ihr Leiden. Eine Reizblase ist keine Krankheit, der eine organische Veränderung zugrunde liegt. Sie ist lediglich ein Symptom, bei dem es schon bei geringer Füllung der Blase zu einem unwiderstehlichen Harndrang kommt. Dieser Drang entsteht dadurch, dass das Gehirn der Blasenmuskulatur meldet, dass sie sich zur Entleerung zusammenziehen muss. Wodurch diese Fehlsteuerung entsteht, ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Für Abhilfe kann hier ein spezielles Training sorgen, mit dem Sie Ihre Blase „erziehen“ können.

Führen Sie zunächst ein so genanntes Miktions-Tagebuch, in dem Sie jeden Toilettengang und die aufgenommenen Trinkmengen notieren. Beginnen Sie dann, die Blasenentleerung bei Harndrang jedes Mal ein wenig hinauszuzögern. Warten Sie zunächst fünf Minuten und steigern Sie nach einigen Tagen die Wartezeit um weitere fünf Minuten. Zögern Sie auf diese Weise die Blasenentleerung immer weiter hinaus. Sie müssen sich keine Sorgen machen, dass Ihre Blase dabei schaden nehmen könnte. Im Gegenteil: Durch dieses Training lernt sie wieder, sich an einen normalen Füllungszustand zu gewöhnen und nicht schon auf die geringste Füllung mit Harndrang zu reagieren. Unterstützen Sie dieses Training mit den Beckenboden kräftigenden Übungen. Wie Sie dabei vorgehen, und welche homöopathischen Mittel Ihnen helfen, lesen Sie im Folgenden.

Beckenbodentraining und Homöopathie gegen eine Reizblase

Wenn die Beckenboden-Muskulatur sich anspannt, ist die Harnröhre geschlossen, bei nachlassender Muskelspannung öffnet sie sich. Machen Sie sich diese Tatsache zunutze, indem Sie die Muskulatur Ihres Beckenbodens trainieren. Damit sorgen Sie für einen festen Verschluss und wirken einer Inkontinenz entgegen. Ehe Sie mit dem Training beginnen, sollten Sie allerdings zunächst ein Gefühl für die Beckenbodenmuskulatur bekommen. Halten Sie dazu während des Wasserlassens den Harnstrahl etwa eine halbe Minute lang an, und lassen Sie den Urin anschließen weiterlaufen. Machen Sie diese Übung nur einmal, um Ihre Beckenbodenmuskulatur zu spüren. Zur täglichen Stärkung Ihres Besckenbodens haben sich die folgenden Übungen bewährt:

1.  Aftermuskeln-Anspannen

Setzen Sie sich auf einen Stuhl und machen Sie den Rücken rund. Spannen Sie die Muskeln um den After fest an und ziehen Sie den After dabei nach oben. Halten Sie die Spannung und zählen Sie beim Ausatmen bis zehn. Lassen Sie nun wieder locker.

2.  Harnröhrenmuskeln-Anspannen

Kippen Sie nun Ihr Becken nach vorne, so dass ein Hohlkreuz entsteht. Atmen Sie ein und spannen Sie dabei die Muskeln rund um die Harnröhre kräftig an. Zählen Sie beim Ausatmen bis zehn und entspannen Sie anschließend die Muskeln.

Machen Sie dieses Training einmal täglich, wobei Sie jede Übung 10-mal wiederholen. Dieses Training ist sowohl für Frauen als auch für Männer geeignet. Unterstützung kann Ihnen auch die Homöopathie bieten. Dazu sind besonders die folgenden Mittel geeignet:

Staphisagria, wenn Kummer und Demütigungen die Beschwerden auslösen oder wenn sie nach dem Geschlechtsverkehr auftreten

Dulcamara, wenn die Beschwerden aufgrund von Kälte oder Nasswerden entstehen

Thuja bei häufigem, heftigem Harndrang mit dem Gefühl, dass die Blase nach dem Urinieren nicht vollständig entleert ist

Sarsaparilla bei Blasenkrämpfen während dem Wasserlassen und nur tropfenweiser Urinentleerung

Machen Sie sich von dem passenden Mittel mit 5 Globuli der Potenz C6 in einem Glas abgekochtem Leitungswasser eine Wasserauflösung. Trinken Sie davon jede Viertelstunde einen Schluck bis zur Besserung. Stoppen Sie die Einnahme, wenn Sie Erleichterung verspüren.

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Über den Autor Beate Rossbach

Dies ist das Profil von Beate Rossbach, Chefredakteurin von „Naturmedizin Aktuell“ und „Natur & Gesundheit“. Lesen Sie hier alles über sie:

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Alte Kommentare
  • Isa Albrecht schrieb am 12.01.2014, 10:55 Uhr

    Thema Reizblase.... hmm ich denke dies ist heute wohl geklärt, zuviel Stress und dann eine falsche Ernährung mit zuvielen Produkten die für den/die-jenige die falschen Lektine enthält, so habe ich das in den letzten Monaten erfahren u.a. wenn wir aber das mal freundlich übersetzten wollen so kann es auch in der Psychosomatik heissen: man(n) weint über seine Blase....(anstatt Trauer zulassen.... Blasentenesmen entwickeln...) oder auch stocksauer über einen Partner sein.... das wären eine der Möglichkeiten sich der unsrigen Körpersprache zu bedienen ;-) LG von Isa-M.Albrecht Orthomed-NutriGenomics Schweiz