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Mein Notfall-Fahrplan, falls Sie eine akute Blasenentzündung erwischt hat

von Sylvia Schneider

Liebe Leserin,

lieber Leser,

die Sonne lässt sich allmählich wieder häufiger blicken, und es sind mildere Temperaturen angekündigt. Viele von uns verleitet das zur Leichtsinnigkeit. Sie setzen sich beispielsweise auf durchgekühlte Mauersteine, um die erste Frühlingswärme zu genießen. Und schwupps: Schon stellt sich eine Blasenentzündung ein.

Wenn Sie schon bei den ersten Anzeichen einer Blasenentzündung – verstärkter Harndrang und Schmerzen beim Wasserlassen – meine Gegenmaßnahmen ergreifen, können Sie das Schlimmste vermeiden:

Akute Blasenentzündung: Gegenmaßnahmen

  • Trinken Sie mindestens drei Liter Flüssigkeit – am besten Nieren-, Blasen- oder Kräutertee aus Apotheke oder Reformhaus. Bewährte Naturmittel bei Blasenentzündungen für jeweils maximal eine Woche: Cranberrysaft, Preiselbeersaft oder Bärentraubenblättertee. Sie erhalten auch entsprechende Fertigpräparate in der Apotheke.
  • Leeren Sie mindestens alle Viertelstunde die Blase und trinken Sie gleich anschließend ein Glas Wasser. Morgens und abends sollten Sie einen Viertelliter Cranberrysaft trinken. Die Verwandte unserer Preiselbeere enthält Gerbstoffe, die das Andocken der Bakterien an der Blasenwand um bis zu 80 Prozent verringern und deren Wachstum hemmen können. Außerdem hat sie viele Vitamine und Mineralstoffe aufzuweisen.
  • Nehmen Sie zweimal täglich warme Sitzbäder mit einem Zusatz aus zehn Tropfen ätherischem Manukaöl aus der Apotheke, das Sie in einem Viertelliter Sahne auflösen. Das geht den Bakterien ebenfalls an den Kragen.
  • Als flankierende Maßnahme zur Entzündungsbekämpfung und gegen die Schmerzen empfehlen sich zwei Aspirin beziehungsweise zwei Tabletten Acetylcsalicylsäure (ASS) täglich – allerdings nicht länger als drei Tage. Sie können beide Tabletten zusammen einnehmen.
  • Ein Muss: Warme Socken, Wärmflasche und weitgehende Bettruhe.
  • Absolute Notfallmaßnahme: Bei starken Schmerzen lösen Sie einen Teelöffel Backpulver in Wasser auf und trinken das. Diese Lösung neutralisiert die Säure in der Blase im Nu und mindert die brennenden Schmerzen. Das basische Milieu allerdings leistet wiederum dem Bakterienwachstum Vorschub. Deshalb sollten Sie nicht zu oft und schon gar nicht zu lange zu diesem Trick greifen.
  • Ein naturheilkundlich versierter Arzt oder Heilpraktiker kann die Heilung mit weiteren Pflanzen-Präparaten und mit homöopathischen Mitteln unterstützen.
  • Wenn die Beschwerden nach zwei, drei Tagen nicht weniger werden oder Sie Blut im Urin haben, müssen Sie Ihren Arzt zu Rate ziehen.
  • Bei Fieber müssen Sie sofort zum Arzt.

Falls es Sie erwischt hat, sollten Sie mit diesen Tipps schnell wieder auf den Beinen sein. Auf jeden Fall: Gute Besserung!

Ihre Sylvia Schneider

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