MenüMenü

Ausschabung der Gebärmutter – Alles zu Sinn, Nutzen und Nachteilen

Die Gebärmutter-Ausschabung (Abrasio oder  Kürettage) ist der am häufigsten durchgeführte gynäkologische Eingriff. Dabei wird mit Hilfe einer Art Schabe-Löffel (Kürette) die innere Schleimhaut der Gebärmutter abgetragen.

Wann, warum und wie eine Ausschabung durchgeführt wird

Dieser Eingriff wird vorgenommen bei:

  • extra starken Blutungen – v. a. nach den Wechseljahren,
  • bei Veränderungen der Gebärmutter-Schleimhaut
  • oder nach Fehlgeburten,

um die Schleimhaut zu untersuchen.

Bei Fehlgeburten will man so auch sichergehen, dass sich kein Schwangerschafts-Gewebe mehr in der Gebärmutter-Höhle befindet, das zu chronischen Blutungen oder Infektionen führen kann.

Der Eingriff erfolgt meist ambulant unter kurzer Vollnarkose oder bei lokaler Betäubung und dauert etwa 10 – 20 Min.

Zunächst wird die Scheide desinfiziert und dann der normalerweise sehr enge Gebärmutterhals schonend erweitert, damit der Kürettage-Löffel hindurchpasst.

Ausschabung: Potenzielle Folgen

Mögliche Folgen sind Nachblutungen oder Infektionen. Es besteht die Gefahr, dass das Gerät die Gebärmutterwand durchstößt.

Häufig durchgeführte oder schlecht verlaufene Ausschabungen führen zudem zu Verwachsungen in der Gebärmutter, was im Fall einer späteren Schwangerschaft die Einnistung der Eizelle erschweren kann.

Vorteile des Eingriffs

Die abgeschabten Zellen werden im Labor untersucht. Als Vorteil dieser histologischen Untersuchung gilt, dass Sie danach für eine Weile sicher sein können, dass Sie keinen Krebs haben.

Eine belastende Dauerblutung – etwa im Laufe der Wechseljahre – kann durch die Abtragung der inneren Schleimhautschicht zwar nicht dauerhaft, so jedoch für einige Zyklen gemildert werden – so lange, bis die Schleimhaut sich wieder erholt hat.

Das bedeutet für die Betroffenen meist eine Erleichterung.