Die Ausschabung (Abrasio oder Kürettage) ist der am häufigsten durchgeführte gynäkologische Eingriff. Dabei wird mit Hilfe einer Art Schabelöffel (Kürette) die innere Schleimhaut der Gebärmutter abgetragen. Dieser Eingriff wird bei extra starken Blutungen vor allem nach den Wechseljahren, bei Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut oder nach Fehlgeburten vorgenommen, um die Schleimhaut zu untersuchen. Bei Fehlgeburten will man so auch sichergehen, dass sich kein Schwangerschaftsgewebe mehr in der Gebärmutterhöhle befindet, das zu chronischen Blutungen oder Infektionen führen kann.

Der Eingriff erfolgt meist ambulant unter kurzer Vollnarkose oder bei lokaler Betäubung und dauert etwa 10 bis 20 Minuten. Zunächst wird die Scheide desinfiziert und dann der normalerweise sehr enge Gebärmutterhals schonend erweitert, damit der Kürettage-Löffel hindurchpasst.

Mögliche Folgen sind Nachblutungen oder Infektionen. Es besteht die Gefahr, dass das Gerät die Gebärmutterwand durchstößt. Häufig durchgeführte oder schlecht verlaufene Ausschabungen führen zu Verwachsungen in der Gebärmutter, was im Fall einer späteren Schwangerschaft die Einnistung der Eizelle erschweren kann.

Die abgeschabten Zellen werden im Labor untersucht. Als Vorteil dieser histologischen Untersuchung gilt, dass Sie danach für eine Weile sicher sein können, dass Sie keinen Krebs haben. Eine belastende Dauerblutung – etwa im Laufe der Wechseljahre – kann durch die Abtragung der inneren Schleimhautschicht zwar nicht dauerhaft, so jedoch für einige Zyklen gemildert werden – solange bis die Schleimhaut sich wieder erholt hat. Das bedeutet für die Betroffenen meist eine Erleichterung.

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