Gute Zeiten für Suppen-Fans
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 19. Januar 2010, 06:00 Uhr
GNL5356
Auch die Suppe erlebt derzeit eine Renaissance. In New York sprießen die ersten "Soup Bars" aus dem Boden, auch hier zu Lande gibt es die ersten Bistros, in den nur Suppen serviert werden. Suppen sind in allen Kulturen zu Hause. Wie viele verschiedene Suppen es auf dieser Welt gibt, hat niemand gezählt. Gemeinsam ist ihnen jedoch eines: Als Grundlage dient immer eine Brühe oder ein Fond - am besten selbstgemacht. Unterschieden werden klare und gebundene Suppen, solche mit und ohne Einlage. Leichtere Suppen sind meist Auftakt eines Menus. Gebundene Suppen oder Suppen "mit Inhalt" kommen auch als eigenständige Mahlzeiten auf den Tisch. Die Abgrenzung zwischen Suppe und Eintopf ist dabei fließend.
Neue exotische Varianten kommen immer häufiger in den Teller: Miso-Suppe mit Tofu, Thai-Suppe mit Kokosmilch, Zitronengrassuppe oder Karotten-Ingwer-Suppe. Bei den Dosen- und Tütensuppen lieben es die meisten Deutschen jedoch traditionell. Das Deutsche Suppen-Institut in Bonn hat diese Beliebtheitsskala ausgemacht: Platz eins besetzt die Gulaschssuppe, dann folgen Tomaten- und Kartoffelsuppe, auf Platz vier die Ochsenschwanzsuppe und auf Platz fünf die Hühnersuppe. Letztere ist - sofern sie frisch gekocht wird - ein wahres Heilmittel. Nicht nur die wärmende und kräftigende Wirkung fördert den Heilungsprozess, auch die Inhaltsstoffe des frisch gekochten Huhns lindern Entzündungen in Nase, Rachen und Bronchien. Die Flüssigkeitszufuhr ersetzt herausgefieberte Körperflüssigkeit und lässt die Schleimhäute abschwellen.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Bernd Zielinski (19.01. 2010 17:06 Uhr):
Bin an guten ballaststoffreichen, kalorienarmen Rezepten interessiert. Mit freundlichen Grüßen Bernd Zielinski
Antworten - Kommentar von Nicole (19.01. 2010 19:59 Uhr):
Also ich liebe Suppen und Eintöpfe, ob vegetarisch oder mit Fleisch bzw. Fisch. Aber Dosen- und Tütensuppen mit der ganzen Chemie, die kommt mir nicht ins Haus! Da verzichte ich lieber ganz... ...und das auch als Vollberufstätige!
Antworten - Kommentar von Claudia Deußing (28.01. 2010 16:32 Uhr):
Suppen und Eintöpfe sind nicht nur in der kalten Jahreszeit eine nahrhafte Energiezufuhr sondern immer, weil der Körper keine extra Energie braucht um die Nahrung anzuwärmen, wie das für roh genossene Nahrungsmittel gilt. Durch das kochen wird die Nahrung auch direkt verwertbar für den Körper. Wer an Energiemangel leidet sollte warme , leicht verdauliche Nahrung und warme Flüssigkeit trinken. Zu ihrer historischen Ausführung möchte ich noch die jüngste Geschichte ergänzen: Die Nationalsozialisten haben sehr früh das Volk auf das Kochen von Eintöpfen eingeschossen. Weg vom bürgerlichen Sonntagsbraten, hin zum Eintopf, den sich jeder leisten kann. Das war die Art, das Volk ernährungsmäßig auf den Krieg vorzubereiten mit der Voraussicht, dass es kein Fleisch mehr geben wird für die Masse des Volkes. Dazu gibt es noch interessante Werbeplakate aus dieser Zeit, die das belegen.
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