Gut geschützt: Die richtige Sonnenbrille für Ihr Kind

Dr. Andrea Schmelz in Täglich Gesund
vom


von Dr. Andrea Schmelz

Kinderaugen sind durch starke Sonneneinstrahlung besonders gefährdet. Die kindliche Augenlinse lässt die gefährliche UV-Strahlung viel stärker durch als die eines Erwachsenen. Dadurch kann es zu einer schmerzhaften „Verbrennung“ auf der Hornhaut kommen. Entzündet sich diese zusätzlich, entstehen im schlimmsten Fall Narben, die die Sehkraft beeinträchtigen.


Das kennzeichnet eine gute Kindersonnenbrille

Oft greifen Eltern zu lustigen, aber billigen Brillen. Doch sollten gerade Kindersonnenbrillen qualitativ hochwertig sein.

UV-Schutz: Die Brille sollte 99 Prozent der gefährlichen ultravioletten (UV) Strahlung abblocken. Der Hersteller garantiert mit dem CE-Zeichen, dass seine Brille in puncto Sicherheit und UV-Schutz dem europäischen Standard spricht.Von einer Brille ohne CE-Zeichen sollten Sie besser die Finger lassen.Weiteren Aufschluss über den UV-Schutz gibt Ihnen der Aufkleber „UV 400“. Er zeigt an, dass UVStrahlen bis zu einer Wellenlänge von 400 Nanometern fast vollständig aus dem Licht gefiltert werden, was für einen umfassenden Schutz des Auges wichtig ist.

Tönung: Die Tönung schützt nur vor Blendung, sagt aber nichts über den UV-Schutz aus. Eine besonders dunkle Brille schützt nicht automatisch besser gegen UV-Strahlung! Der Blendschutz bei Sonnenbrillen wird in Kategorien von null bis vier eingeteilt und muss auf der Fassung, einem Anhänger oder auf der Verpackung angegeben werden. In unseren Breiten ist ein mittlerer Schutz, also Kategorie zwei empfehlenswert. Die Brille lässt dann 18 bis 43 Prozent des Lichts durch. Am Meer oder im Hochgebirge bei Schnee ist Kategorie drei erforderlich (8 bis 18 Prozent Lichtdurchlässigkeit). Empfehlenswert ist eine bräunliche Tönung.

Richtiges Gestell: Kinderbrillen sollten besonders stabil sein und gut sitzen. Die Brille darf nicht zu groß sein oder auf die Wangenknochen drücken. Eine zu kleine Brille ist jedoch ebenfalls ungünstig, da auch von oben und von der Seite diffuse UV-Strahlung ins Auge geraten kann. Die Brille sollte bis zu den Augenbrauen und seitlich bis zum Gesichtsrand reichen. Um Verletzungen zu vermeiden, empfehlen sich verdeckte Scharniere. Elastisch-federnde Bügelenden garantieren einen sehr guten Halt.Weiche Nasenauflagen aus Silikonkautschuk sind bequem und verhindern, dass die Brille rutscht. Mein Tipp: Neigt Ihr Kind zu Allergien, sollten Sie ein Gestell aus Kunststoff oder Titan wählen.Viele Metallgestelle bestehen aus einer Kupfer-Nickel-Legierung, aus denen sich Nickel lösen könnte, wenn die Bügel abgenutzt sind.

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Unzerbrechliche Gläser: Aus Sicherheitsgründen kommen nur bruchfeste Kunststoffgläser in Betracht, die keine Trübungen, Schlieren oder Einschlüsse aufweisen dürfen. Bei billigen Gläsern, bei denen die UV-Schutzschicht nur aufgesprüht ist (z. B. bei verspiegelten Sonnenbrillen), kann eine zerkratzte Oberfläche auch den Schutz beeinträchtigen. Wichtig: Wenn die Gläser verkratzt sind, gehört die Brille in den Müll. Denn durch störende Kratzer müssen die Augen ihre Einstellung ständig korrigieren und ermüden schnell.

Am besten vom Optiker

Gehen Sie mit Ihrem Kind am besten zu einem guten Optiker. Er hat meist eine große Auswahl geeigneter Kindersonnenbrillen vorrätig. Ihr Optiker kann Sie beraten, was den UVSchutz und den richtigen Sitz der Brille angeht. In vielen Läden kann auch der UV-Schutz der einzelnen Brillen direkt gemessen werden.


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