Grüner Tee schützt vor Krebs
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 24.08.2007 06:00 Uhr
GNL5356
Der im Tee enthaltene Gerbstoff Catechin hilft dem Körper bei der Entgiftung - und das könnte ein Grund dafür sein, warum er vor Krebs schützt. In der jüngsten Untersuchung haben sich amerikanische Forscher auf eine bestimmte Gruppe von Proteinen namens Glutathion-S-Transferasen (GST) konzentriert. GST sind eine Familie von Enzymen, die eine wichtige Rolle in der Entgiftung und Ausscheidung von krebserregenden Substanzen spielen. In vorhergehenden Studien hatten die Wissenschaftler nachgewiesen, dass Menschen mit niedriger GST-Aktivität ein höheres Krebserkrankungsrisiko haben.
Wie sich die GST-Werte im Blut bei Teegenuss verändern, testeten die Forscher anhand von Grüntee-Extrakt. Er enthält ein Catechin, das zu den Polyphenolen zählt. Die eingesetzte Menge entspricht in etwa 8 bis 16 Tassen Grünem Tee. Die Testteilnehmer wiesen nach der Einnahme der Teekapseln einen durchschnittlich höheren GST-Wert auf. Das galt auch
für die Entgiftungsenzyme. Besonders jene Teilnehmer, die vor der Testreihe eine niedrige Enzymaktivität aufwiesen, zeigten nach der Teekapsel-Kur eine um bis zu 80 % höhere Aktivität. „Das lässt uns vermuten, dass Grüntee-Kapseln jene Menschen, die von Haus aus geringe GST-Werte im Blut aufweisen, vor krebserregenden Substanzen schützen können", nehmen die Forscher nun an.
Die gesundheitsfördernde Wirkung von Grünem Tee ist seit langem bekannt. Eine japanische Studie mit 40.000 Erwachsenen über einen Zeitraum von 11 Jahren machte deutlich, dass das Getränk positiv auf das Herz und lebensverlängernd wirkt.