Golfsport: Neun Tipps für Einsteiger
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 2. Februar 2012, 05:00 Uhr
GNL5356
- Jeder kann spielen: Es gibt keine medizinischen Gründe, die gegen diese Sportart sprechen. Die Belastung und Technik können Sie individuell Ihrem Zustand angleichen.
- Kaum ein anderer Sport bietet Ihnen so viel: eine wohldosierte Dauerbelastung für Herz, Kreislauf und Lunge, eine konzentrierte Leistung und ein wunderbares Naturerlebnis. Golfen wird häufig auch therapeutisch eingesetzt - etwa in der Rehabilitation nach Herzinfarkt oder Schlaganfall.
- Acht bis 10 Kilometer legen Sie als Golfer im Durchschnitt zurück, wenn Sie 18 Löcher spielen: Das Spiel strengt körperlich an, ist aber auch geistig anspruchsvoll. Lassen Sie sich vorher von Ihrem Arzt besser vorher durchchecken, damit Sie wissen, wie viel Sie sich zumuten können.
- Besuchen Sie erst einmal einen Schnupperkursus: Für den ersten Kontakt mit diesem Sport ist ein Kennlern-Kurs ideal. Sie können dafür die Ausrüstung leihen, das kostet zwischen 20 und 40 Euro. Ein Golflehrer gibt Ihnen eine erste kurze Einführung in den Sport und dann wird gespielt.
- Nicht auf eigene Faust anfangen: Auf vielen Golfplätzen werden Tages- oder Wochenendkurse unter professioneller Anleitung angeboten. Das ist sehr sinnvoll, denn hierbei lernen Sie den richtigen Golfschwung und die richtige Schwungtechnik. So vermeiden Sie gesundheitliche Probleme etwa mit dem Rücken.
- Schläger ausleihen: Es gibt verschieden lange Schläger mit unterschiedlichen Neigungswinkeln - je nachdem, wie Sie Ihre Bälle schlagen wollen. Für Ihre ersten Schlagversuche reichen abgelegte Schläger von anderen. So können Sie sich eine Meinung darüber bilden, welche Schläger am besten zu Ihnen passen.
- Die Platzreife: In Deutschland brauchen Sie einen Nachweise der Mindest-Spielstärke und der Kenntnis der Golfregeln, um auf einem Vereinsgelände spielen zu dürfen. Dazu müssen Sie an einem entsprechenden Kursus mit Abschluss-Prüfung teilnehmen. Die Preise variieren erheblich. Deshalb lohnt sich ein Preisvergleich.
- Golf-Club erst ausprobieren: Viele Golf-Clubs bieten Anfängern die Möglichkeit, zunächst auf Kurzplätzen mit sechs oder neun Loch zu spielen. Dafür brauchen Sie keine Platzreife und müssen auch nicht Mitglied des Vereins sein. Das Zahlen des Spielgebühr (Greenfee) reicht. Einige Clubs bieten Anfängern die Möglichkeit der Schnupper-Mitgliedschaft.
- Besonders gut für Diabetiker: Wenn Sie Insulin spritzen oder Medikamente gegen einen Diabetes einnehmen, sollten Sie regelmäßig alle zwei Stunden Ihren Blutzucker kontrollieren, auch noch einige Stunden nach dem Sport. Denn dann kann es immer noch zu einer Unterzuckerung kommen. Messgerät und Traubenzucker sollten Sie immer dabei haben. Wichtig sind auch bequeme Schuhe, damit Sie Druckstellen vermeiden und sich kein diabetisches Fußsyndrom entwickelt.