Gicht: zu viel Harnsäure schädigt Ihre Gelenken
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Gicht
vom 4. August 2011, 06:00 Uhr
GNL5356
die Gicht ist eine Folge erhöhter Harnsäurewerte im Blut. Experten gehen davon aus, dass etwa 10 Prozent der Bundesbürger einen erhöhten Harnsäurespiegel haben. Nicht alle wissen davon. Oft macht sich als erstes ein Gichtanfall bemerkbar - etwa nach einer ausgiebigen Fleischmahlzeit mit dem einen oder anderen Bier dazu.
Harnsäure entsteht im Körper durch den Abbau von Purinen, die sowohl in pflanzlicher als auch in tierischer Nahrung vorkommen. Ihr Körper selbst bildet ebenfalls Purine. Diese sind ein Bestandteil aller Zellen, vor allem der Zellkerne. Normalerweise wird die aus ihnen entstehende Harnsäure über die Nieren ausgeschieden. Ist diese Ausscheidungsmöglichkeit aber gestört oder befindet sich zu viel Harnsäure im Blut, bleibt sie im Körper und lagert sich an verschiedenen Stellen als kristallförmiger Rückstand an: vor allem in den Gelenkkapseln, aber auch in der Haut und anderen Körpergeweben. Es bilden sich so genannte Harnsäurepools.
Damit droht ein Gichtanfall. Bei 60 Prozent ist zunächst das Großzehengrundgelenk betroffen. Es kommt zu Schwellungen und Hautrötungen an den Gelenken, zusätzlich können Fieber, Kopfschmerzen und Erbrechen auftreten. Die Gelenkumgebung ist heiß und schmerzt insbesondere bei Druck. Gichtanfälle stellen sich meist nachts ein, häufig mehrere Nächte nacheinander. Ein akuter Gichtanfall wird häufig durch Trink- und Essexzesse ausgelöst, kann aber ebenfalls durch Fasten, Stress und die Einnahme von Diuretika hervorgerufen werden. Ein akuter Gichtanfall kann einige Tage dauern, bevor er wieder abklingt.
Das sind die Symptome einen akuten Gichtanfalls:
- Schmerzen im betroffenen Gelenk, die durch Harnsäurekristalle entstehen - meist ist das Grundgelenk eines Zehen betroffen, gelegentlich auch das Knie- oder ein Sprunggelenk
- das Gelenk schwillt innerhalb von kurzer Zeit akut stark an, ist warm, gerötet und zeigt eine glänzende Haut
- das entzündete Gelenk ist extrem berührungsempfindlich, der Schmerz wird immer schlimmer
- das Gelenk kann nicht mehr bewegt werden
- Sie bekommen Fieber und fühlen sich krank
Bleiben Sie natürlich gesund!
Ihre Sylvia Schneider
Hier geht's zum Beitrag: Purinarme Kost: Das Non-Plus-Ultra bei Gicht
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Bernd Kitz (04.08. 2011 11:20 Uhr):
Ich kann die aufgezeigten Symtome bestätigen; wobei es bei mir bisher immer bei den grossen Fusszehen geblieben ist. Ich habe die letzte Zeit keine Medikamente mehr genommen und die Symtome durch die entsprechende Ernährung beendet. Frage: Kann man auf Dauer auf die Arzneimittel verzichten, wenn mann sich dementsprechend ernährt?
Antworten - Kommentar von Martina Hörner (04.08. 2011 11:23 Uhr):
Hallo Frau Schneider! Ich kann aus eigener Erfahrung jedem empfehlen bei jeder entzündlichen Erkrankung den Säure/Basenhaushalt überprüfen zu lassen. Teststächen gibt es dafür auch in der Apotheke. Jede Art von Übersäuerung kann dafür ursächlich sein. Außerdem empfehle ich auch herauszufinden was die seelische Ursache dafür sein kann warum ich "sauer" bin. Das Büchlein von Louise L. Hay, "Heile deinen Körper", ist eine aufschlussreiche Quelle dieser seelisch-geistigen Gründe. Bei Gicht schreibt sie: Bedürfnis zu dominieren. Ungeduld. Wut. Es ist nur ein Leitfaden. Es muss jeder selbst für sich herausfinden, ob es zutrifft. Manche Ursachen laufen ja auch im Unbewussten ab, dieses Büchlein hilft sich über sich selbst bewusst zu werden. Dann kann man aktiv dagegensteuern und das Thema loslassen. Ich wünsche allen Betroffenen alles Gute. Liebe Grüße Martina
Antworten - Kommentar von Nobo (04.08. 2011 17:10 Uhr):
Moin Moin, da Sie seinerzeit die angeforderte Medikamenten-Liste nicht beantworteten und der FID keine Antwort erwirkt hat hier meine Antwort zur Gicht-Behandlung. Zur allgemeinen Gicht-Behandlung 1 x pro Tag 2 Stunden vor dem Essen 1 Tablette Allopurinol -ratiopharm 300 mg bis Harn-Säure-Wert im Blut unter 7 mg/dl; bei akutem Problem besser 1 Tablette Allopurinol-ratiopharm comp. 100 mg / 20mg 2 Stunden vor dem Essen.bis Beschw. weg, dann wie zuvor. Viel Erfolg. MfG Nobo
Antworten - Kommentar von Jürgen Hanßmann (04.08. 2011 17:19 Uhr):
Liebe Frau Schneider, Sie fragten kürzlich nach Erfahrungen bei Gichtanfällen: wenn ich trotz großer Zurückhaltung beim Essen einen Gichtanfall erhalte, z.B. auf Reisen, nehme ich das verschreibungspflichtige Colchicum-Dispert nach Empfehlung auf dem beipackzettel. In der Regel ist nach 2-3 Tagen der Anfall vorbei.
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