Gesundheit ist kein statisches Gut
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Naturheilkunde
vom 11. September 2009, 06:00 Uhr
GNL5223
danke an dieser Stelle noch einmal für die vielen Leserzuschriften und die angeregte Diskussion über das Thema „Wie finden wir nach einer Krankheit zu Gesundheit und Zufriedenheit zurück". Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit, so definiert es die Weltgesundheitsorganisation WHO. Wer nicht (mehr) krank ist, muss noch lange nicht gesund sein. Und wer nicht gesund ist, muss keineswegs krank sein. Wohlbefinden entsteht auch unabhängig von Gesundsein oder Kranksein. Es entzieht sich dem Einordnen in Schubladen.
Die Behandlung von Krankheitssymptomen führt nicht automatisch zu Gesundheit. Eine Voraussetzung dafür: Wir müssen es zulassen Gesundheit entsteht im Kopf, davon sind die meisten von Ihnen überzeugt. Sie ist ein gestalterischer Prozess, der sich beeinflussen lässt - natürlich nicht immer, aber wohl öfter als wir denken.
Dazu las ich gerade ein interessantes Interview in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Natur und Heilen" mit zwei Forschern der angesehenen Universität Witten-Herdecke. Sie beschäftigen sich in einem Forschungsprojekt mit der so genannten Salutogenese, der Selbstheilungskraft des Menschen. Ihre wissenschaftliche Fragestellung: Wie schafft ein Mensch es, seine eigenen Ressourcen zu mobilisieren und sich selbst die Aufmerksamkeit zu widmen, die es für die Genesung braucht, beziehungsweise um nicht krank zu werden?
Dazu die Wissenschaftler: „Es konnte gezeigt werden, dass im Moment der bewussten Aufmerksamkeit ein vertieftes Körperempfinden und das Wahrnehmen von geistig-seelischen Veränderungen möglich werden." Tiefenentspannung - wie etwa Meditation oder intensives Beten - fördert diese Wahrnehmungsfähigkeit und wirkt bewusstseinserweiternd. Denn es ändert sich die Aktivitätsverteilung im Gehirn, bei der eine Einheit zwischen Körper und Geist empfunden werden kann. „Das Gehirn scheint neue Denkpfade einzuschlagen und sich neu zu formen, anstatt die bekannten alten, eingefahrenen Bahnen und Verknüpfungen zu wählen", erklären die Wissenschaftler. In der Praxis wird dieser heilende Prozess über Atem- und Körperübungen sowie über das Nachspüren des eigenen Körpers gefördert. Gesundheit und Heilung in diesem Sinne bedeutet vor allem Zeit. Zeit für die Kontemplation, die innere Sammlung und Augenblicke wirklicher innerer Ruhe. Wenn Sie dabei auf Ihren gesunden Kern stoßen, dann kann sich auch das körperliche Befinden ändern, wie die Experimente der Universität Witten-Herdecke nachweisen konnten. Obwohl viele Schulmediziner dieser Denkungsweise inzwischen aufgeschlossen gegenüber stehen, findet sie im medizinischen Alltag kaum Raum.
Gesund werden bedeutet für mich, zunächst einmal wieder Zutrauen in die eigene Lebenskraft zu finden sowie das zeitweilige Misstrauen sich selbst gegenüber zu überwinden. Wie sehen Sie das?
Bleiben Sie natürlich gesund!
Ihre Sylvia Schneider
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Franz Ritter (11.09. 2009 07:44 Uhr):
Als treuer und interessierter Leser Ihres Nachrichtendienstes möchte ich mich ganz herzlich für Ihre Arbeit bedanken. Das Thema, dass Sie heute angeschnitten haben, ist meiner Erfahrung als Psychotherapeut nach das Wichtigste zur Gesundwerdung und Gesunderhaltung. Die Selbst-Wahrnehmung und die Achtsamkeit ist der Schlüssel zu einem geglückten Leben, dass sich in einer gesunden Einstellung - selbst bei Anwesenheit von Krankheit und einer ausgeprägten Fähigkeit zur Selbstregeneration ausdrückt. Ich möchte Sie auch auf die Methode Naikan hinweisen, die ich seit 30 Jahren in Europa vertrete. Dort wird die Aufmerksamkeit für 7 Tage ganz auf die eigene Lebensführung gerichtet, was Heilungs- und Entwicklungsprozesse an der Schnittstelle von Körperlichkeit, sozialem Verhalten, Sinnfindung und Spiritualität auslöst. Und zwar ohne Intervention von außen, ganz im Sinne der Salutogenese von Aaron Antonovsky, als Hervorbringung von ursprünglicher Gesundheit. Alles Liebe und nochmals Dank für Ihre Arbeit Franz Ritter
Antworten - Kommentar von katzograph (11.09. 2009 08:19 Uhr):
Es ist das Grundwissen eines jeden seriösen geistheilers ;z:b: Handauflegen, dass der Kranke sich seiner Krankheit bewußt annimmt und sich Zeit nimmt, dagegen anzugehen. Was immer dabei die Heilung auslöst, gegen den Willen des Kranken kann man ihm nicht helfen. Gruß katzograph
Antworten - Kommentar von mohamed u gudrun khaddash (11.09. 2009 16:00 Uhr):
alle Berichte die von ihnen durch das internet sind uns bis jetzt sehr behelflich und werksam ich und meine familie danken ihnen sehr viele grusse von fam m.khaddash amman jordanien
Antworten - Kommentar von kirsten lang (12.09. 2009 15:38 Uhr):
hallo, jetzt staune ich über die wissenschaft, das kommt seid meiner zeit als krankenschwester praktisch nie mehr vor. dass zeit ein immens entscheidender faktor zur gesunderhaltung des menschen ist braucht es heut zu tage teure jahrelange wissenschaftlliche untersuchungen. es kommt mir oft so vor als würde die neuzeit mit ihrer wissenschaftsanbetung ständig das rad neu erfinden zum zweck der selbstzweckerhaltung und sich dabei auch noch selbst beweihräuchern. die neue erkenntnis ist so alt wie die griechischen mythen. die gehirnforschung weiss seid vielen jahren, dass unser gehirn von den abertausend minütlichen eindrücken nur 4 wirklich durchlässt, um uns zu schützen, dass wir nicht vor lauter eindrücken, wovon jeder einzelne verarbeitet werden muss, verrückt werden. also ist die logische konsequenz: dass ZEIT entscheidend ist um nicht verrückt zu werden. ZEIT um verarbeiten zu können, ZEIT um denkvorgänge zu bewältigen, ZEIT um zu verstehen, ZEIT um auf zu nehmen, ZEIT mit sich selbst, ZEIT für sich selbst, etc. etc....... um das zu begreifen hat es nun wieder jahre und einen haufen geld für wissenschaftlergehälter gebraucht, in der folge kommen nun wieder jahre und viel geld um es umzusetzten, wenn überhaupt, mir scheint sicher, dass das nicht ins wirtschaftskonzept der gegenwart passt die merkwürdigste spezies die auf erden ihr unwesen treibt ist für mich eindeutig der mensch. und ja, auch das ist laaaange bekannt, aber wer hat noch interesse an einfachen wahrheiten BETEN ist ZEIT, kontemplativ, erfrischend, verinnerlichend, befreiend, reifend und erhellend. ohne, dass man irre, überkandiedelt oder sonstwie schräg ist. vielen dank für ihre arbeit, ich bin sehr froh sozusagenauf sie gestoßen zu sein. nach kurzer zeitr habe ich schon einiges für mich entdeckt. und lese jede zeile auch der kommentare wirklich mit freude. liebe grüße K.Lang
Antworten - Kommentar von Daisy (13.09. 2009 09:12 Uhr):
Hier in der USA, ist schon ein grosses movement, in metaphysical science unterweg. Deepak Copra, Louise Hay, Byron Katie, Dr. Wayne Dyer, sind nur einige die dieses Thema leben und lehren. Ich denke dass Ich nicht besonders gut Deutsch schreibe, und hoffe das Ich mich mit mehrer Uebung viel verbessern kann. Vielen Dank, Daisy Broady Redlands, CA- USA
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- Kommentar von Horst Küver (15.09. 2009 10:08 Uhr):
Gesundheit bedeutet für mich, die eigene Verantwortung dafür zu übernehmen, und nicht nur den Ärzten zu überlassen.
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