Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund
vom
CHRNA5-CHRNA3-CHRNB4 - hierhinter verstecken sich kein Code eines Geheimdienstes, keine Abkürzung aus der Luftfahrttechnik und keine Modelle aus dem aktuellen Gartenwerkzeugkatalog. Vielmehr handelt es sich um die Bezeichnungen von Genen, die für die Nikotinrezeptoren verantwortlich sind. Genau diese Gene sind ausschlaggebend dafür, wie wahrscheinlich es ist, dass jemand zum Raucher wird. Sie sagen auch aus, ob jemand leichter oder schwerer wieder zum Glimmstängel los kommt.
Forscher aus St. Louis haben in einer Studie mit über 5.000 Teilnehmern herausgefunden, dass sich Menschen aufgrund ihrer Gene in zwei Gruppen einteilen lassen. Eine Gruppe hat ein hohes Risiko, nikotinsüchtig zu werden, die andere ein eher niedriges. Mitglieder dieser letzten Gruppe schaffen es rund zwei Jahre eher als die der anderen Gruppe, mit dem Rauchen aufzuhören.
Allerdings - wer zur Hochrisikogruppe gehört, dem mag es schwer fallen, einfach so und ganz ohne Hilfe den Glimmstängel zur Seite zu legen. Allerdings haben die Wissenschaftler ihre Studie ausgeweitet und entdeckt, dass Menschen, die zur Hochrisikogruppe gehören, ihre Chance durch begleitenden Einsatz von Nikotinersatzmitten verdreifachen können, von der Zigarette los zu kommen. Bei Mitgliedern der Gruppe mit niedrigerem Risiko wirken diese Medikamente deutlich weniger gut.