Gelassenheit verlängert Ihr Leben
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 15. April 2008, 05:00 Uhr
GNL5356
Menschen, die sich sehr gestresst fühlen, belasten damit ihren Organismus. Wer besonders dünnhäutig ist und sich schneller überfordert fühlt als andere, reagiert deutlich häufiger beleidigt, niedergeschlagen und gereizt. Diese Menschen verwenden viel Zeit darauf, etwa über eine kränkende Bemerkung eines Kollegen nachzugrübeln oder sich im Kreise um verschüttete Milch zu drehen. Sie befinden sich in einem ständigen Alarmzustand mit der entsprechenden Ausschüttung von Stresshormonen. Dies kann zu Schäden in den Blutgefäßen führen sowie das Herz- und Kreislaufrisiko erhöhen. Wer sich derartig stresst, wird schneller krank und hat eine geringere Lebenserwartung. Diese an sich bekannten Erkenntnisse wurden nun ein weiteres Mal von einer Langzeitstudie der Purdue-Universität von Indiana bestätigt. Die amerikanischen Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass Männer, deren Stressanfälligkeit sich mit dem Alter noch steigert, ein größeres Todesrisiko aufweisen.
Sie empfehlen vor allem Männern, mehr Gelassenheit an den Tag zu legen. Das sei eindeutig lebensverlängernd. Denn der Organismus ist dann durchaus in der Lage, sich von dem Stress wieder zu erholen. Zur Stressminimierung trägt ein entspannterer Lebensstil bei. Dazu gehören eine Flurbereinigung des Terminkalenders nach dem Motto „weniger ist mehr", eine Reduzierung der Reize durch Fernsehen, PC, Internet, Handy und Konsorten, Entspannungsübungen wie Yoga und Autogenes Training, angenehme Musik, ausgedehnte Spaziergänge und das richtige Maß an regelmäßiger Bewegung.