Gehören Sie zu einer Risikogruppen für eine Magnesiumunterversorgung?
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten zum Thema Magnesium
vom 26.02.2008 05:00 Uhr
GNL5356
Ein erhöhter Bedarf an Magnesium besteht:
- bei Leistungssportlern
- bei übermäßigem Schwitzen
- wenn Sie zu viele phosphathaltige Nahrungsmittel wie Cola-Getränke oder geräucherte Fleisch- und Wurstwaren zu sich nehmen
- bei anhaltendem Durchfall
- bei Missbrauch von Abführmitteln
- bei Erkrankungen des Magen- und Darmtraktes wie Reizdarm, Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn
- in schlimmen Stressphasen
- bei Diabetes mellitus
- nach einem Hörsturz
- bei Alkoholmissbrauch
- bei Störungen der Schilddrüse
- während Schwangerschaft und Stillzeit
- wenn Sie ein Kalziumpräparat einnehmen
- wenn Sie bestimmte Medikamente einnehmen – etwa die Pille, Entwässerungsmittel, Kortison, ACE-Hemmer oder Digitalis-Herzmittel
- beim Prämenstruellen Syndrom
Wenn Sie zu einer dieser Risikogruppen gehören beziehungsweise ein oder mehrere Symptome des Magnesiummangels bei sich feststellen, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen und mit ihm eine eventuelle zusätzliche Aufnahme von Magnesium klären. Nach einem Herzinfarkt wird heute fast immer Magnesium eingesetzt, in diesem Fall als Infusion.
Mein Rat für Sie: Ob eine zusätzliche Magnesiumaufnahme bei nächtlichen Wadenkrämpfen wirklich hilft, ist umstritten. Das sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen! Auf keinen Fall sollten Sie meiner Meinung nach auf eigene Faust Magnesium-Präparate schlucken.
Probieren Sie es doch lieber einmal mit diesem Trick: Trinken Sie vor dem Schlafen gehen ein Glas Tonic-Water oder Bitterlemon. Das darin enthaltene Chinin sorgt an den Verbindungsstellen zwischen Muskeln und Nerven für die notwendige Beruhigung. Für hartnäckige Fälle gibt es Chinin-Tabletten in der Apotheke. Da Chinin in hohen Dosen schwere Nebenwirkungen haben kann, sollte die Einnahme allerdings nicht ohne die Kontrolle Ihres Arztes passieren. Dieser kann Ihnen in schweren Fällen auch ein Arzneimittel verordnen.