Gebärmutterschleimhautkrebs: Gute Heilungschancen bei Früherkennung

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Ihre Wechseljahre sind längst vorbei, sodass Ihre letzte Regelblutung schon Jahre zurückliegt. Deshalb sind Sie auch sofort zum Arzt gegangen, als Sie bei sich eine Vaginalblutung feststellten. Sie haben genau richtig gehandelt. Denn bei unerwarteten Vaginalblutungen können die unterschiedlichsten Ursachen vorliegen. Eine der wichtigsten Ursachen, die abgeklärt werden müssen, ist der Gebärmutterschleimhautkrebs. Dies ist die am häufigsten auftretende Art von Gebärmutterkrebs. Typischerweise kommt es beim Gebärmutterschleimhautkrebs bereits im Frühstadium zu Vaginalblutungen. Die Chancen auf vollständige Heilung sind in dieser Phase am größten Die Genesungsrate bei Gebärmutterschleimhautkrebs liegt dann zwischen 80% und 85%.


Die Funktion der Gebärmutterschleimhaut

In der Gebärmutter (Uterus) wächst während der Schwangerschaft das Ungeborene heran. Sie ist an ihrer Innenseite mit einer Schleimhaut (Endometrium) versehen.

Ein Gebärmutterschleimhautkrebs entsteht, wenn sich Zellen der Schleimhaut teilen und auf abnorme Weise wachsen. Manchmal dringen diese Zellen in andere Schichten der Schleimhaut ein oder verbreiten sich außerhalb des Uterus. Diese Krebsart tritt meist im Alter zwischen 50 und 70 Jahren auf. Allerdings erkranken 25% der Frauen im Alter zwischen 40 und 50 Jahren.

Der größte Risikofaktor für den Gebärmutterschleimhautkrebs ist ein Übergewicht von 15 kg oder mehr. Der Grund: Fettgewebe produziert Östrogen. Das weibliche Sexualhormon ist je nach Konzentration und Dauer mit einem höheren Krebsrisiko verbunden. Übergewicht kann Ihr Gebärmutterschleimhautkrebs-Risiko um das 3- bis 10-fache ansteigen lassen. Wenn bei Frauen die Regelblutung schon vor dem 12. Lebensjahr eingesetzt hat, ist der Östrogenspiegel über die gesamte Lebenszeit gesehen höher als bei anderen Frauen. Gleiches gilt auch, wenn nach dem 50. Lebensjahr noch Regelblutungen auftreten. Auch eine Östrogen-Hormon-Ersatztherapie nach der Menopause erhöht das Risiko einer Krebserkrankung.

Achten Sie auf diese Symptome

Für die Heilungschancen ist es entscheidend, auf die ersten Anzeichen und Symptome zu achten. Deshalb sollten Sie bei folgenden Vorkommnissen sofort einen Arzt aufsuchen:

  • Vaginalblutung oder Blutflecken nach der Menopause oder in der Perimenopause (1 bis 2 Jahre vor und nach der eigentlichen Menopause). Selbst bei einem einzigen Tropfen Blut sollten Sie Ihren Arzt darüber informieren.
  • Wässriger, pink- oder weißfarbener Ausfluss
  • Starke Zwischenblutungen vor der Menopause
  • Schmerzen im Unterleib oder während des Geschlechtsverkehrs

Diese Symptome müssen nicht zwangsläufig auf Gebärmutterschleimhautkrebs hindeuten. Dennoch ist es im Ernstfall von Bedeutung, dass die Erkrankung im Frühstadium entdeckt wird, da die Heilungschancen dann am größten sind.

So wird eine erste Diagnose gestellt

Die Diagnosestellung Gebärmutterschleimhautkrebs beginnt meistens mit einer Unterleibsuntersuchung. Es gibt jedoch weitere Untersuchungen zur Diagnosesicherung:

  • Ultraschalluntersuchung - Auch wenn man mittels Ultraschall keine Krebserkrankung feststellen kann, so kann Ihr Arzt Auffälligkeiten erkennen.
  • Biopsie - Bei dieser Untersuchungsart wird ein dünnes, flexibles Instrument in die Gebärmutter eingeführt, um eine Gewebeprobe zu entnehmen. Im Anschluss an diese Untersuchung kann es zu Krämpfen oder leichten Blutungen kommen.
  • Ausschabung - In bestimmten Fällen müssen die meisten Zellen der Gebärmutterschleimhaut entfernt werden, um sie anschließend zu untersuchen.

Auch eine Hysteroskopie (Gebärmutterspiegelung) kann durchgeführt werden. Hierbei wird ein dünnes Instrument in den Uterus eingeführt, das dem Arzt eine optische Untersuchung der inneren Gewebeschichten des Uterus ermöglicht. Eine Ausschabung wird meist ambulant, jedoch unter Narkose vorgenommen. Danach kann es zu Krämpfen und Vaginalblutungen kommen. Die meisten Frauen können jedoch im Anschluss ihre normalen Aktivitäten wiederaufnehmen. Auf Geschlechtsverkehr sollte jedoch einige Wochen verzichtet werden.

Weitere diagnostische Schritte

Werden bei einer ersten Untersuchung Krebszellen gefunden, muss abgeklärt werden, ob der Krebs ausschließlich die Gebärmutter befallen hat. Hier können verschiedene bildgebende Verfahren eingesetzt werden. Bei den meisten Frauen mit Gebärmutterschleimhautkrebs wird ein chirurgischer Eingriff vorgenommen. Dies gilt folgenden Zwecken: Einerseits ermöglicht eine Operation maßgeblich die Untersuchung des Uterus und des benachbarten Gewebes. Damit ist eine genaue Krebsdiagnose möglich und das Stadium der Erkrankung wird deutlich.

Ferner bildet die operative Entfernung des Uterus (Hysterektomie) zusammen mit den Eileitern und den Eierstöcken die Behandlungsgrundlage für einen Gebärmutterschleimhautkrebs. Eine Operation zur Behandlung von Gebärmutterschleimhautkrebs ist ein größerer Eingriff, der unter Narkose vorgenommen wird und stets eines Klinikaufenthaltes bedarf. Mittels Bauchschnitt wird im Bauchraum nach weiteren Krebsgeschwüren in benachbartem Gewebe und Organen Ausschau gehalten. Sollten derartige Krebszellen gefunden werden, so werden diese ebenfalls entfernt. Die Ärzte sind bemüht, in jedem Fall so viele Krebszellen wie möglich zu entfernen. Bei vielen Frauen wird der Krebs auf diese Weise vollständig entfernt. Anschließend werden Art, Aggressivität und Stadium der Krebserkrankung ermittelt, sodass man einschätzen kann, ob der Krebs möglicherweise erneut auftritt. Diese Einschätzung bildet somit die Basis für die weitere Behandlung.

Wenn eine Operation nicht ausreicht

Da bei den meisten Patientinnen der Gebärmutterschleimhautkrebs langsam wächst, kann mit einer Operation oft eine vollständige Heilung erzielt werden. Bei aggressiveren oder weiter fortgeschrittenen Krebserkrankungen wird man auf eine Strahlen- oder Chemotherapie zurückgreifen. Hier kann man sowohl eine Bestrahlung von außen als auch durch die Vagina durchführen.


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