Fußprobleme können Sie gezielt wieder „wegpflegen"
Sylvia Schneider in Täglich Gesund
vom 19. Mai 2008, 16:00 Uhr
GNL5356
In dieser Jahreszeit werden viele von uns schwach. Schuhe sind eine Leidenschaft, denen kaum eine Frau widerstehen kann. Oft genug werden wir vor hohen Absätzen und engen Schuhen gewarnt, weil sie eine Tortur für die Füße sind. Die Zehen werden zusammengedrückt, zusätzlich lastet das ganze Körpergewicht auf ihnen. Die Folge: Sie werden krumm und schief. Der Ballen tritt stärker hervor. Die Blutzirkulation verlangsamt sich, die Muskeln erschlaffen, das Gewebe fällt in sich zusammen. Die Knochen des Fußes werden nicht mehr durch das Muskelkorsett gehalten, sie verrutschen, drücken auf die Nerven und sorgen für Schmerzen. Der Fuß verliert seine ursprüngliche Form und sieht nur noch hässlich aus. Er ist, so heißt es, der ehrlichste" Körperteil, denn Unachtsamkeit zahlt er ziemlich sofort mit Blasen, Schwielen, Rötungen, Schwellungen und Schmerzen heim. Ein gesunder Fuß dagegen ist schmerzfrei. Er fühlt sich warm an, ist elastisch und gut durchblutet. Doch dank richtiger Fußpflege geht es Ihren Füßen bald wieder gut.
Schnelle Hilfe für müde und gedrückte" Füße
Für alle, die mit matten, strapazierten Füßen nach Hause kommen: Badewanne zwei Hand breit mit kaltem Wasser voll laufen lassen, auf den Badewannenrand setzen und die Füße bis über die Knöchel ins kalte Nass stellen. Sie können auch in der Wanne Wasser treten (Vorsicht, Rutschgefahr!) oder die Füße einfach kalt abbrausen. Wenn das Frischegefühl sich von unten auf den Körper auszudehnen beginnt, Füße herausnehmen und mit einem Handtuch schön warm rubbeln. Das erfrischt nicht nur die Füße, sondern bringt auch Ihren Kreislauf wieder in Schwung. Mit einer Fußmassage können Sie Ihre müden Füße ebenfalls wieder aufpäppeln: Ein wenig Körperöl oder -milch auf die Handflächen verteilen, einen Fuß in beide Hände nehmen, die Daumen ruhen zunächst auf der Fußsohle, dann mit melkenden" Streichbewegungen die Füßen nacheinander bearbeiten. Dabei die Hände leicht zusammenkneifen und zu den Zehen herunterziehen, das macht munter.
Cremen Sie Ihre Füße regelmäßig dick ein
Wenn Sie Ihre Füße pflegen, beginnen Sie am besten mit einem warmen Fußbad. Für müde Füße oder Schweißfüße gibt es spezielle Badezusätze aus Kräutern in der Apotheke - etwas Rosmarin und Salbei gegen das Schwitzen oder Ringelblume gegen wund gelaufene Füße. Danach cremen Sie Ihre Füße gut ein - beispielsweise mit einer Schrundensalbe oder Hornhautreduziercreme.
Von der Natur sind Ihre Füße für ein Leben in Freiheit gedacht
Laufen Sie möglichst viel barfuß am besten auf Sand, Kieseln oder Gras. Das massiert Ihre Fußsohlen und fördert die Beweglichkeit des Fußes. Ziehen Sie die Schuhe tagsüber so oft wie möglich aus. Wechseln Sie die Schuhe - auch während eines Tages -, so oft es geht, auf jeden Fall bevor sie zu schmerzen beginnen. Jedes Paar Schuhe ist anders geschnitten und bietet den Füßen erholsame Abwechslung - egal ob flache Ballerinas, Turnschuhe, Flip-Flops, Schuhe mit kleinem Absatz, Karriereschuhe" mit halbhohem Absatz oder gelegentlich auch mal ein hoher Schuh: Hauptsache Abwechslung.
Tragen Sie Turnschuhe nicht durchgängig, denn sie sind nicht so gesund, wie man glauben sollte. Wenn sie von morgens bis abends getragen werden, führen sie nach Ansicht von Experten irgendwann zu Platt- und Spreizfüßen. Der Grund: Meist ist die Sohle zu weich, der Fuß hat keinen Halt. Billigturnschuhe haben darüber hinaus noch nicht einmal eine verstärkte Fersenkappe oder eine feste Schnürung. Tragen Sie ständig einen solchen Schuh, verkümmert nicht nur Ihre Fuß-, sondern auch die Unterschenkelmuskulatur, weil der Fuß nicht mehr richtig abrollt. Dadurch kann auch Ihre Wirbelsäule geschädigt werden.