Freiverkäuliche Schmerzmittel: Setzen Sie diese nur sparsam ein
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 23. August 2010, 05:00 Uhr
GNL5356
bei akuten Schmerzen wie leichten Sportverletzungen, Rückenproblemen oder Kopfweh sollten Sie rezeptfreie Schmerzmittel nur kurzfristig und in begrenzten Mengen einnehmen. Grundsätzlich sollten Sie freiverkäufliche Schmerzmittel ohne Rücksprache mit dem Arzt nicht länger als drei Tage hintereinander und nicht häufiger als an zehn Tagen pro Monat anwenden. Denn "rezeptfrei" ist nicht gleichbedeutend mit harmlos und ungefährlich. Vor dieser Fehleinschätzung warnt Erika Fink, die Präsidentin der Bundesapothekerkammer.
Besonders Schmerzmittel werden in der Werbung häufig verharmlost, führen aber oft zu Problemen, die in den Arzneimitteln zu suchen sind. Erika Fink: "Menschen mit akuten Schmerzen wie Rückenschmerzen sollten in der Apotheke gezielt nachfragen, welches Medikament für sie die beste Wahl ist oder ob der Apotheker einen Arztbesuch empfiehlt." Apotheken werden im Schnitt täglich mehr als 300.000-mal von ihren Kunden zur Beratung in Sachen Selbstmedikation herangezogen.
Gegen akute Sportbeschwerden oder Rückenschmerzen werden am häufigsten die freiverkäuflichen Arzneiwirkstoffe Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen und Paracetamol eingesetzt. Diese Schmerzmittel sind in bestimmten Dosierungen und unterschiedlichen Packungsgrößen in der Apotheke erhältlich. Die empfohlene Einzel- und Tageshöchstdosis hängt vom Wirkstoff ab. Diese Dosierungsempfehlungen sollten ohne Rücksprache mit dem Arzt nicht überschritten werden! Zum Beispiel kann bereits eine einmalige Überdosis von Paracetamol Ihre Leber dauerhaft schädigen.
Machen Sie es besser!
Ihr
Helmut Erb