Fragwürdige Sicherheitsmaßnahmen zur Vogelgrippe
Martina Hahn in Täglich Gesund zum Thema Vogelgrippe
vom 03.02.2004 16:00 Uhr
GNL5356
Liebe Leserin, lieber Leser,
manchmal frage ich mich, für wie dumm man uns eigentlich verkaufen will. Heute morgen war die "Vogelgrippe" immer noch Thema Nummer eins im Radio, auch wenn sich mittlerweile zum Glück herausgestellt hat, dass die kranke Frau in Hamburg "nur" unter einer ganz normalen Grippe leidet.
Der Radioreporter dieses Senders hatte einen Vertreter des örtlichen Kreisgesundheitsamtes zum Interview gebeten. Dieser erklärte dann, dass man auch in der hiesigen Region Notfallpläne entwickelt habe, um die Bürger zu schützen. Als er diese Pläne erläuterte, hat es mich doch fast vom Stuhl gehauen.
Die Pläne sehen folgendermaßen aus: Zunächst einmal würde die Tatsache, dass die Erkrankung in Deutschland angekommen ist, über Radio, Fernsehen, Zeitungen und Internet verbreitet. Außerdem habe man hier vor Ort zahlreiche Impfstellen eingerichtet, so dass man im Fall der Fälle schnell handeln und nötige Impfungen verabreichen könne. Allerdings müsse er, also der Vertreter des Gesundheitsamtes, darauf hinweisen, dass es gar keinen Impfstoff gebe. Punkt, aus, Ende des Interviews.
Soviel also zu den Notfallplänen, die uns im Fall der Fälle sicherlich nicht weiterhelfen werden. Allerdings schließt die WHO eine Übertragung der Vogelgrippe von Mensch zu Mensch aus – ob das nun eine Mutmaßung ist oder wirkliche Realität, bleibt abzuwarten. Wir können nur hoffen, dass wir Menschen uns nicht wieder eine gefährliche Seuche herangezüchtet haben.
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