Forscher auf der Suche nach Gott
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 15. Januar 2010, 06:00 Uhr
GNL5356
Immer mehr Forscher in aller Welt versuchen, herauszufinden, was beim Beten und in der Andacht im Kopf passiert. Daraus hat sich eine neue Forschungsrichtung entwickelt - die Neurotheologie. Das sind ihre ersten Erkenntnisse: Gebete reinigen nicht nur die Seele, sie sind auch gut für das körperliche Wohlbefinden. Die Andacht sorgt beispielsweise dafür, dass die Atmung ruhiger und gleichmäßiger wird. Der Sauerstoffverbrauch des Körpers verringert sich im bis zu einem Drittel. Der Hautwiderstand nimmt zu, das ist ein deutliches Zeichen für Entspannung. Das wirkt sich positiv auf das Herz- und Kreislaufsystem aus. Das Aufsagen eines Rosenkranzes - so ein britisches Wissenschaftsmagazin - verringert die Atemfrequenz auf sechs Atemzüge pro Minute und bringt so den ganzen Organismus zur Ruhe.
Auch im Gehirn sind Veränderungen beim Beten nachweisbar: Schon kurz nach Beginn der Versenkung erscheinen so genannte Alphawellen im Elektroenzephalogramm. In einigen Fällen konnten sie sogar so genannte Thetawellen feststellen, die normalerweise nur auftreten, wenn jemand schläft. Das Zwiegespräch mit Gott oder die Meditation wirken sich also direkt auf das Nervensystem aus. Es drosselt die Aktivität des Scheitellappens im Gehirn, wo alle Informationen über den Körper zusammenlaufen und verwaltet werden. Muskeln, Gelenke, Augen, Gleichgewichtsorgan und motorische Steuerzentren schicken ihre Informationen zum Scheitellappen, der sich daraus ein Körpergefühl entwickelt. Fährt der Körper die Aktivität des Scheitellappens herunter, könnte es sein - so spekulieren Wissenschaftler - dass der Mensch das Gefühl bekommt, sein Geist trete aus dem Körper heraus, er empfinde seinen Geist als losgelöst vom irdischen Körper.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Werner Blaha (15.01. 2010 08:13 Uhr):
Na also, ich habe das ja schon immer gewußt. Die Atheisten und alle diese Gottesleugner tun mir ja leid, denn die sind ziellos und orientierungslos. Beste Grüße Werner Blaha
Antworten - Kommentar von Klaus (15.01. 2010 09:02 Uhr):
Danke für diesen Kommentar! Eigentlich müssten da unsere Kirchen bei den Gottesdiensten randvoll sein! Übrigens, ich sehe das genauso! Die tägliche Negativberichterstattung, der klatsch usw. bewirken leider das Gegenteil! Schade, dass auch in kirchlichen Kreisen unsere Schwächen mehr im Vordergrund stehen, wie unsere Stärken! Liebe Grüße und einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen Klaus
Antworten - Kommentar von Werner Koch (15.01. 2010 09:24 Uhr):
Warum wird das nicht neutraler untersucht und dargestellt - statt Gebet und Andacht könnte man den Einfluss von Meditation oder YOGA untersuchen und vermutlich viel positivere Ergebnisse feststellen.
Antworten - Kommentar von Heinz Prudlo (15.01. 2010 22:49 Uhr):
Die Untersuchungsergebnisse sind interessant, könnten aber dazu dienen, das bETEN ZU INSTRUMENTALISIEREN: Mit freundlichen Grüßen Heinz Prudlo
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