Fettreiche Nahrung lässt Nervenzellen im Gehirn altern und absterben
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund
vom 2. Januar 2012, 16:00 Uhr
GNL5356
Unser Gehirn ist ein Wunderwerk. Bis heute verstehen wir längst nicht alle Mechanismen, mit denen es unseren Körper steuert; auch wenn Wissenschaftler ihr Bestes geben, um diese zu erforschen.
Großes Interesse erregt zum Beispiel immer wieder die Steuerung von Stoffwechselfunktionen und Appetit - beides wirkt sich direkt auf Ihr Gewicht aus. Nun haben Wissenschaftler in zwei unabhängig voneinander durchgeführten Studien den umgekehrten Zusammenhang beleuchtet. Sie untersuchten die Frage, wie Übergewicht bzw. falsche Ernährung sich auf die Gehirnprozesse auswirken und diese beeinflussen.
Forscher der University of Washington beobachteten Nager, die fettreich ernährt wurden. Das Erstaunliche: es dauerte nur ein bis drei Tage nach der Umstellung des Futters, bis sich Entzündungen in einem bestimmten Gehirnbereich, im Hypothalamus, zeigten. Die Tiere hatten in dieser Zeit natürlich noch nicht an Gewicht zugelegt - dennoch traten nach wenigen weiteren Tagen die ersten Schäden an Neuronen im Hypothalamus auf. Zudem kam es zur Steigerung der Anzahl von Gliazellen. Hierbei handelt es sich um Zellen, die eigentlich die Neuronen stützen. Allerdings treten sie verstärkt auf, wenn die Nervenzellen absterben - sie nehmen dann ihren Platz ein.
Vergleichbare Beobachtungen machten die Forscher auch bei übergewichtigen Menschen - durch Kernspin-Untersuchungen stellten sie auch bei diesen eine Häufung an Gliazellen und damit eine Reduzierung der Nervenzellen im Gehirn fest.
Wissenschaftler aus Boston zeigten darüber hinaus im Experiment, dass die Neuronen im Hypothalamus durch fettreiche Ernährung nicht nur absterben; vielmehr wird das Absterben älterer Zellen verlangsamt. Hinzu kommt, dass die Neuentstehung von Nervenzellen gebremst wird oder aber, dass neue Zellen zellulären Suizid begehen. Diese Apoptose ist eigentlich älteren oder kranken Zellen vorbehalten. Zu viel Fett in der Nahrung sorgt also dafür, dass der Hypothalamus nach und nach überaltert und damit seinen Aufgaben nicht mehr ausreichend nachkommen kann.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Stefan (02.01. 2012 16:22 Uhr):
Hm, interessant wäre zu wissen, ob diese Hirnschäden unabhängig davon auftreten, ob der Fett verzehrende Mensch tendenziell übergewichtig wird oder nicht. (Schlank bleiben, aber trotzdem das Hirn schädigen?) Und spielt es eine Rolle, ob es sich um gesättigte oder ungesättigte Fettsäuren handelt? So ein Bericht wirft oft mehr Fragen auf als er beantwortet.
Antworten - Kommentar von Peter Rubin (02.01. 2012 16:51 Uhr):
Ein für mich sehr spannender & wichtiger Artikel. Kann ich doch meine durch Unfall erlittenen Blutungen im Gehirn auch im Bereich des Hypothalamus ansetzen. Stellt sich die Frage: Kann ich ''reparieren''? Auf Fett ganz verzichten? Tabletten nehmen? Mehr Grapfruitsaft trinken? BESTEGRÜSSE . Peter Rubin, Dichter dran
Antworten - Kommentar von Zücker (02.01. 2012 16:55 Uhr):
Es wird nicht gesagt, um welche Fette es sich handelt.
Antworten- Antwort von Camen (03.01. 2012 14:25 Uhr):
Ich meine der Herr(?)Zücker hat ganz Recht. Man müßte wissen welche Fette gemeint sind.Meines wissens gibt es genung "gute" Fette, die wohl zur menschlichen Ernährung dazu gehören, ja, sogar müssen. Nur, es muß auch gesagt werden, welche Fette das sind. Ich meine und weiss, daß das menschliche Gehirn Fette braucht, um gut funtionieren zu können. Viele Grüße an Frau Dr. Hübner
- Antwort von Camen (03.01. 2012 14:25 Uhr):
- Kommentar von E Bleidistel (02.01. 2012 17:06 Uhr):
Darstellungen zu einer fettreichen oder fettarmen Ernährung, ohne Fett zu differenzieren bzw. genauer zu benennen, ist doch einfach schlechte Qulität und völlig überholt. Auf solche Informationen sollte man besser verzichten, weil sie verwirren und nichts bringen. - Morgen benennen Sie dann mit Recht die Notwendigkeit einer stärkeren Zufuhr von DHA für Hirnzellen o.ä., also mehr Fett, aber eben anderes...
Antworten - Kommentar von Christoph Stöppler (02.01. 2012 17:41 Uhr):
Das ist jetzt kein Scherz: Sind deshalb viele Amerikaner so dick, weil sie von Ihrer Regierung dumm gehalten werden sollen... Gesetze , die gesunde Lebensmittel vorschreiben werden nicht umgesetzt oder verhindert. Vielleicht steckt hinter dem ganzen System!!!
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- Kommentar von Rolf Dippel (02.01. 2012 22:37 Uhr):
vermutlich sind das die ungesunden Fette die das Gehirn schädigen. Die gesunden Fette - in z.B. Lachsöl- DHA und EPA werden doch als günstige Fette beworben, die sogar Alsheimer im Vorstadium bremsen soll- was soll man jetzt noch glauben. Ich bitte um Nachricht. danke
Antworten - Kommentar von GLADIO (02.01. 2012 23:23 Uhr):
jetzt bleibt nur noch zu klären was diese Herrschaften unter zuviel Fett verstehen? Da die Gehrinmasse selbst aus einer talgartigen Substanz besteht, ist für die ausgeprägte Funktionsweise Fett erforderlich ! jede Element was mit der Nahrung aufgenommen wird, macht zum funktionieren des Organismus seinen Sinn. Schließlich verbraucht der menschliche Körper ca. 100 W/ pr. h an Energie. Entziehen sie eine Komponente oder gar mehrere kommt es zur Abschaltung (energetische) der Mythochondrien in den Zellen. Die Folgen nennen Ärzte dann Krankheit! Fett ist nun mal erforderlich, wer solche Studien erstellt sollte auch die prozentuale Menge benennen können, das wird sich jedoch schwierig bewerkstelligen lassen, jeder Organismus ist unterschiedlich (wieviel Fett für eine Person mit 50 kg; wieviel Fett für eine Person mit 80 kg). Und werte Fr. Dr. Martina Hahn-Hübner Sie schreiben in dem letzten Newsletter über angeblichen H5N1-Virus allein die Theorie über den zerstörerischen Charakter von Viren ist in keiner einzigen Studie weltweit bewiesen. Ich kann Ihnen dazu gern den Kontakt zu Dr. Stefan Lanka vermitteln, seines Standes Mikrobiologe; endeckte 1990 das erste Virus in einer Meeresalge; Frage wogen wurde Jahrzehnte geimpft? RKI und PEI kommen aus ihren Lügen nicht mehr raus, sie sollten sich endlich besser informieren und die Leute nicht noch mehr verunsichern mit den tötenden Viren und dem Impfwahnsinn der nur Glaxo - Shmit - Kline & Co als Profitquelle dient, und die Menschen zu tausenden tötet! Oder den schnellen Kindstod verursacht, Autismus und schwere Nervenschäden verursacht (Formaldehyd, Quecksilber, Thiomersal, Kunstharze, Nanopartikel und das Leichengift aus Hühnereiern aus denen der Impfstoffträger gewonnen wird!
Antworten - Kommentar von Nist (10.01. 2012 08:51 Uhr):
Fett ist nicht gleich Fett. Fett ist sogar wichtig (Gehirn, Zellen usw.) für den Menschen, nur kommt es immer darauf an wie "gesättigt" diese Fette sind und ob sie wie z. B. in der Margarine industriell hergestellt werden = Billigfett, damals hergestellt für die Soldaten im Krieg, weil es nicht ranzig wurde. Solche Fette verstopfen die Gefäße. Es gibt ungesättigte und sogar hochungesättigte Fettsäuren und es kommt auch immer darauf an wie das Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren aussieht. Heutzutage nehmen die Menschen viel zu viel Omega-6-Fettsäuren in Form von Fleisch zu sich, da stimmt das Verhältnis nicht mehr. Omega-3 kommt überwiegend normalerweise im Fisch vor oder in Leinsamen bzw. Leinöl. Seit den 50er Jahren (Fr. Dr. Budwig) ist bekannt, daß die Fette wichtig sind und auch entscheidend an den sog. Zivilisationserkrankungen Anteil haben. Wer mehr dazu wissen möchte, siehe unter www.dr-johanna-budwig.de.
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