Feinstaub erhöht das Frühgeburtsrisiko
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund
vom 17. Oktober 2011, 16:00 Uhr
GNL5356
Wie gefährlich ist Feinstaub wirklich? Diese Frage steht immer noch im Raum, spätestens seitdem in Deutschland die Umweltzonen eingeführt wurden. Dass diese Art der Luftverschmutzung nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist, zeigen Beobachtungen aus dem Großraum Los Angeles. Wissenschaftler dort stellten fest, dass in den Regionen, in denen eine hohe Feinstaubkonzentration vorliegt, das Risiko für Frühgeburten stark erhöht ist.
Verantwortlich für die erhöhte Rate an Frühgeburten sind die polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK). Sind sie im Feinstaub nachweisbar, erhöht sich die Frühgeburtenrate um 30 Prozent. Andere giftige Autoabgas-Stoffe wie Dieselruß führen in hohen Konzentrationen zu einem Anstieg von 10 Prozent.
Die Giftstoffe, so die Wissenschaftler, führen zu Entzündungen und hemmen die Selbstheilungskräfte im Körper. Dadurch kommt es dann zu den zu frühen Geburten der Kinder.