Fastenwochen mit Naturmedizin aktuell: Fasten hat eine lange Tradition
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Fasten
vom 13.02.2008 06:00 Uhr
GNL5223
Liebe Leserin,
lieber Leser,
früher hungerten viele Menschen im Frühjahr zwangsläufig, denn die Wintervorräte waren aufgebraucht. Land und Stall gaben noch nichts Frisches her. Heute leben wir im Überfluss, bekommen fast das ganze Jahr Spargel und Erdbeeren, und haben dennoch hin und wieder das Bedürfnis, einfach einmal kürzer zu treten. Nicht ohne Grund liegt deshalb in dieser Jahreszeit die traditionelle Fastenzeit unserer christlichen Kultur. In den meisten Religionen ist der zeitweilige gänzliche Verzicht auf Essen – das Fasten – bekannt. Dadurch sollen Körper, Geist und Seele gereinigt und so auf den Weg der Erleuchtung gebracht, aber auch karge Zeiten überbrückt werden.
Schon früh wurde dem Fasten zudem eine heilende Wirkung nachgesagt: „Die vornehmeste und wirkungsvollste Art, Euren inneren Arzt wirken zu lassen, besteht im Weglassen aller Nahrung und der damit verbundenen Mobilisierung körpereigener Heilkräfte“, empfahl bereits Hippokrates. Diese Erkenntnis bestätigen auch heute viele Mediziner. Fasten regt den Stoffwechsel Ihres Körpers und damit die Ausscheidung von unerwünschten Stoffen an.
Wir belasten unseren Körper durch:
- ungesunde Ernährung (zu viel, zu fett, zu süß), zu wenig Frisches und frisch Gekochtes, zu viel Fast Food und schnelles Essen aus der Hand, lauten die häufigsten Ernährungssünden
- unregelmäßige Essenszeiten und zu üppiges Essen zu spät am Abend, weil tagsüber in der Hektik keine Zeit zum richtigen Essen bleibt
- zu viele Genussgifte – Nikotin, Alkohol, Kaffee – machen dem Organismus zu schaffen
- zu wenig Bewegung nicht nur im Winter, sondern das ganze Jahr über, schädigt den Stoffwechsel
- zu wenig Übereinstimmung mit dem biologischen Körperrhythmen führt dazu, dass die Nacht zum Tage gemacht wird und zu wenig Entspannungspausen entstehen
- zu viel Stress, Hektik und Unruhe der modernen Gesellschaft greifen die Nerven an
- zu wenig Schlaf schädigt die körpereigenen Reparaturmechanismen, die nachts im Körper ablaufen
- zu viele Umweltgifte – wie Abgase, Insektengifte, Medikamentenreste und ähnliches – reichern sich unter Umständen im Körper an.
Die Folgen sind vielfältig. Neben Magen und Darm sind vor allem auch die Entgiftungsorgane Leber und Nieren überlastet und überfordert. Vor allen ihnen soll mit einer Fastenkur geholfen werden:
- die Nieren werden durch die erhöhte Trinkmenge gut durchspült und zur Ausscheidung angeregt
- die Leber bekommt durch Leberwickel „eine Extrapackung“, die ihr besonders auf die Sprünge helfen soll
- der Darm wird gründlich entleert und befördert verstärkt Abbauprodukte nach außen
- die Haut soll diesen Prozess durch vermehrtes Schwitzen unterstützen.
Auf das gesteigerte Wohlbefinden können Sie sich schon jetzt freuen!
Ihre Sylvia Schneider
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