Spinning: Gut für Blutdruck und Fettstoffwechsel
In meiner Sprechstunde werden mir immer wieder Fragen zu den Themen Sport und Ernährung gestellt, die auch für Sie wichtig sein könnten. Einige interessante Themen habe ich für Sie zusammengestellt.
Hören Sie beim Spinning unbedingt auf Ihren Körper
Frage: Ich mache neuerdings im Fitness-Studio einen Spinning-Kurs. Gibt es etwas, das ich beachten muss? Kann ich mich dabei eventuell sogar überfordern?
Dr. Spitzbart: Das gemeinsame Training auf Standfahrrädern in hohem Tempo wurde in Amerika entwickelt, als Wintertraining für Rennfahrer. Mittlerweile wird es in vielen deutschen Fitness-Studios angeboten. Es ist sehr gut für Ihren Blutdruck und für Ihren Fettstoffwechsel, wenn Sie auf eines achten: Sie müssen Ihr eigenes Tempo halten und dürfen sich nicht durch Ihre Trainingspartner oder von der Musik überfordern lassen.
Das Training läuft ja meistens so ab, dass im Spinning-Raum laute Musik läuft, eventuell begleitet von Lichteffekten, und der Trainer den Takt des Trampeins vorgibt. Meist wählt der Trainer auch den Widerstand beim Treten, und zwar für alle Teilnehmer. Leider wird hier oft eine zu hohe Belastung gewählt. Untersuchungen der Uni Münster ergaben, dass beim Spinning bis zu 170 Umdrehungen pro Minute erreicht werden.
Daher empfehle ich Ihnen, beim Training genau in sich hineinzuhorchen. Wird es Ihnen zu anstrengend, haben Sie das Gefühl, nicht mehr mitzukommen? Dann dürfen, nein müssen Sie sogar schummeln: Ihrer Gesundheit zuliebe. Sie können an Ihrem Spinning-Rad den Widerstand herunterdrehen. Oder Sie treten einfach nur bei jedem zweiten Takt der Musik in die Pedale. Am besten ist es, wenn Siebeim Training Ihre Herzfrequenz mithilfe einer Pulsuhr messen. So haben Sie die Kontrolle darüber, wann es zu schnell wird, und können dann ein bisschen langsamer treten.
So schränken Sie Ihren Fettverbrauch ein
Frage: Ich muss einige Kilo abnehmen. Mein Arzt riet mir, auf jeden Fall meinen Fettverbrauch einzuschränken. Aber ganz ohne Fett geht es doch auch nicht, oder? Worauf muss ich achten, wenn ich nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig Fett zu mir nehmen möchte?
Dr. Spitzbart: Sie haben Recht, Ihr Körper braucht eine gewisse Menge Fett, zum Beispiel, um auch die fettlöslichen Vitamine aufzunehmen. Sie nehmen allerdings über Ihre Nahrung schon so viele versteckte Fette zu sich, dass Sie sich über eine Fettunterversorgung auch bei einer fettreduzierten Ernährung keine Sorgen machen müssen.
Dennoch gilt: Meiden Sie die sichtbaren Fette komplett. Verbannen Sie die Streichfette Butter und Margarine von Ihrem Brot. Nehmen Sie als Ersatz Frischkäse oder Quark. Schneiden Sie den Fettrand an Fleisch und Wurst großzügig ab. Reduzieren Sie unsichtbare Fette, wie Wurst und Käse.
Vorsicht auch bei so genannten Diät-Lebensmitteln. Sie enthalten zwar weniger Kalorien als normale, meist aber genauso viel Fett.