Schlafen: Migräne durch Wechsel im Schlafrhythmus
Frage: Da ich jeden Tag früh aufstehen muss, finde ich es besonders schön, wenn ich sonntags etwas länger (manchmal auch etwas viel länger) schlafen kann. Aber oft leide ich sonntags unter Migräne und fühle mich auch montags schlapp. Kann das tatsächlich am langen Schlafen liegen?
Dr. Spitzbart: Ärzte haben herausgefunden, dass es tatsächlich bei empfindlichen Menschen zu Migräne-Attacken kommen kann, wenn sie ihren normalen Schlafrhythmus verändern. Gerade der Versuch, ein Schlafdefizit auszugleichen, kann dazu führen, dass Sie einen Migräneanfall bekommen. Sie sollten besser versuchen, in der Woche so ins Bett zu gehen, dass ein Schlafdefizit erst gar nicht entstehen kann.
Und auch der Montags-Durchhänger hat seinen Grund im langen Schlafen am Sonntag. Sie unterbrechen Ihren Schlaf-Wach-Rhythmus, der in Ihren Genen festgelegt ist, und geraten im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Tritt. Sie sind abends dann kaum müde, gehen zu spät ins Bett. Am Montag sind Sie nicht ausgeschlafen. Daher sollten Sie auch am Sonntag zur gewohnten Zeit oder zumindest zu einer ähnlichen Zeit aufstehen wie in der Woche auch — Ihr Körper wird es Ihnen danken.