Experten
Jogging: Die richtigen Schuhe

In meiner Sprechstunde werden mir immer wieder Fragen zu den Themen Sport und Ernährung gestellt, die auch für Sie wichtig sein könnten. Einige interessante Themen habe ich für Sie zusammengestellt.

Frage: Ich habe mit ganz einfachen Schuhen „vom Wühltisch“ angefangen zu laufen. Nun möchte ich mir richtige Laufschuhe kaufen. Wo mache ich das und worauf muss ich achten?

Dr. Spitzbart: Suchen Sie sich ein Fachgeschäft, in dem eine Laufband-Analyse durchgeführt wird, am besten noch mit zusätzlicher Video-Kontrolle. So kann der Verkäufer beurteilen, wie Sie laufen, und Ihnen die entsprechenden Schuhe heraussuchen.

Sie sollten generell am Nachmittag zum Schuhkauf gehen, weil sich die Füße dann ausgedehnt haben, so wie sie das auch beim Laufen tun. Achten Sie darauf, dass die Laufschuhe mindestens eine halbe Nummer größer als Ihre normale Schuhgröße sind. Nur dann sitzen sie auch nach einigen Kilometern am Stück noch bequem.

Außerdem sollten Sie Ihre Socken mitbringen, die Sie auch beim Training tragen sowie Ihre alten Schuhe, denn aus der Abnutzung der Sohle kann der Verkäufer schon Einiges über Ihr Laufverhalten ablesen.

Frage: Mein Arzt hat mir mitgeteilt, daß ich mich auf ein Baby freuen darf. Ich habe immer gerne Sport getrieben. Was darf ich mir noch zutrauen?

Dr. Spitzbart: Nur Ihr Arzt kann nach einer sorgfältigen Untersuchung -verbunden mit einer laufenden Überwachung der Schwangerschaft – entscheiden, welche Art von Sport Sie noch ausüben dürfen und ob Sie gegebenenfalls noch verreisen können. Risikopatientinnen, also Frauen mit einem erheblichen Übergewicht, Nieren- oder Herzkranke, sehr junge oder ältere werdende Mütter sowie Frauen mit Komplikationen während der gegenwärtigen oder vorangegangenen Schwangerschaft werden sehr vorsichtig sein müssen. Sport ist für sie nur sehr eingeschränkt möglich.

Auch für gesunde Schwangere wird eigentlich nur Schwimmen und Wandern als geeignete sportliche Betätigung empfohlen. Radfahren gilt für kurze Strecken als unbedenklich. Bedingt möglich sind Bergwanderungen unterhalb einer Höhe von 1.800 Metern. Auch Walking ist noch möglich.

Frage: Ich plane eine Reise in den Norden Namibias und überlege, ob ich Malariavorbeugung betreiben soll oder sicherheitshalber für den Notfall nur die entsprechende Medikamente mitnehme. Ein weitgereister Bekannter behauptet, wenn ich ständig Vitamin B nehme, würden mich die Malaria-Mücken erst gar nicht stechen. Ist da was dran?

Dr. Spitzbart: Bei Reisen in malariagefährdete Gebiete ist auf jeden Fall die offizielle Malariaprophylaxe zu berücksichtigen. Welche Prophylaxe für Namibia notwendig ist, können Sie bei jedem Gesundheitsamt erfragen.

Besonders sensible Personen können sicherlich eine so genannte Standby-Therapie durchführen, d. h. bei Auftreten erster Symptome ein entsprechendes Präparat einnehmen. Diese Vorgehensweise ist jedoch nicht optimal und gilt nur für Personen, die Malariapräparate schlecht vertragen. Auf jeden Fall sollten generell entsprechende Insektenschutzmittel, z. B. Autan oder auch entsprechende Mückensprays verwandt werden.