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Eisenmangel: Enteisentes Mineralwasser schuld?


In meiner Sprechstunde werden mir immer wieder Fragen zu den Themen Sport und Ernährung gestellt, die auch für Sie wichtig sein könnten. Einige interessante Themen habe ich für Sie zusammengestellt.

Frage: Mein Arzt hat bei mir einen massiven Eisenmangel festgestellt. Nun trinke ich sehr viel Mineralwasser, auf dessen Etikett „enteisent“ steht. Kann das zu meinem Eisenmangel beitragen?


Dr. Spitzbart: Der Begriff „enteisent“ auf Ihrem Mineralwasser hat nichts mit Ihrem Eisenhaushalt zu tun. Vielmehr wurde dem eisenhaltigen Quellwasser durch einen chemischen Prozess das Eisen entzogen. Täte man das nicht, wäre das Mineralwasser bräunlich verfärbt. Sie können es also unbedenklich trinken. Würde das Getränk Ihrem Körper aber wirklich Eisen entziehen, stände nicht „enteisen-t“, sondern „enteisen-d“ auf dem Flaschenetikett.

Ihr Eisenmangel kann daher rühren, dass Sie nicht genügend Eisen mit der Nahrung aufnehmen. Vor allem stillende Mütter und Sportler leiden oft unter Eisenmangel. Die besten natürlichen Quellen für Eisen sind rotes Fleisch und grünes Gemüse.

Eisen in Tablettenform sollten Sie nur unter Aufsicht Ihres Arztes einnehmen, da der Körper überschüssiges Eisen nicht ausscheidet. Vielmehr wird es abgelagert und kann zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.

Frage: Ein Bekannter sagte mir, dass ich mit einer Herpesinfektion keinen Sport treiben darf. Herpes würde das Immunsystem schwächen, und der Virus könne den Herzmuskel angreifen. Stimmt das?

Dr. Spitzbart: Die Gruppe der Herpesviren ist sehr groß und sie teilt sich in 2 verschiedene Typen. Generell können Herpesviren schon über Jahre im Körper vorhanden sein. Bei einer Schwächung des Immunsystems, zum Beispiel durch Stress, können die Viren aktiv werden und sich als Bläschen an der Lippe, im Genitalbereich oder an anderen Körperstellen zeigen, wobei keine Gefahr für den restlichen Körper besteht. Andererseits gibt es auch Herpesinfektionen, die den Herzmuskel angreifen können und dadurch sehr gefährlich sind. Diese kann der Arzt durch eine gründliche Laboruntersuchung des Blutbildes sowie durch ein Ruhe- und Belastungs-EKG erkennen.

Im Prinzip müssen Sie aber wegen eines Herpesbläschens an der Lippe nicht auf Sport verzichten. Allerdings dürfen Sie in dieser Zeit nicht bis zu Ihrer persönlichen Belastungsgrenze trainieren. Dies würde ansonsten eine zusätzliche Belastung des Immunsystems zur Folge haben, wodurch weitere Herpes-Ausbrüche entstehen können.

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