Experten
Bewegungstherapie bei Krampfadern

In meiner Sprechstunde werden mir immer wieder Fragen zu den Themen Sport und Ernährung gestellt, die auch für Sie wichtig sein könnten. Einige interessante Themen habe ich für Sie zusammengestellt.

Frage: Aufgrund von Venenproblemen, die stark in Richtung Krampfadern gehen, habe ich angefangen zu laufen. Aber mein Arzt hat gesagt, ich solle dies unbedingt sein lassen, ich würde die Probleme noch verschlimmern. Nun bin ich natürlich völlig verunsichert: Was soll ich denn nun machen? Kann ich weiterhin laufen?

Dr. Spitzbart: Mittlerweile ist die Bewegungstherapie bei Krampfadern sogar anerkannt und wird explizit empfohlen. Durch die Bewegung wird der Fluss des venösen Blutes hin zum Herzen gefördert, weil die Wadenmuskulatur beansprucht wird. Das ist aber nicht bei allen Sportarten so. Sportarten, die gerade Venenkranken empfohlen werden, sind unter anderem Joggen, Walking, Schwimmen, Wandern oder stramme Spaziergänge.

Verzichten sollten Sie dagegen auf Fußball, Kampfsportarten, aber auch Gewichtheben. Bei diesem Sport ist nicht nur die Verletzungsgefahr sehr groß. Es sind alles Bewegungsformen, bei denen Sie so genannte Pressvorgänge durchführen. Dadurch erhöhen Sie den Druck in der Bauchgegend und behindern so den Rückfluss des venösen Blutes zum Herzen.

Frage: Ich habe die typischen Problemzonen einer Frau, nämlich an den Oberschenkeln, am Gesäß und am Bauch. Nun gibt es ja spezielle Kurse, diese Bauch-Beine-Po-Programme. Kann ich dadurch tatsächlich meine Problemzonen gezielt „bearbeiten" oder gibt es andere, vielleicht bessere Alternativen?

Dr. Spitzbart: Zunächst einmal: Es liegt in der Natur des Menschen, wo sich überall das Fett ansammelt. Genetisch bedingt setzt es sich beim Mann am Bauch und an der Brust fest. Bei der Frau sammelt es sich an den Hüften, Oberschenkeln und -armen, am Rücken und natürlich am Gesäß.

Leider können Sie auch mit speziellen Übungen, die Ihre Problemzonen zum Schmelzen bringen sollen, kaum etwas erreichen. Denn das eingelagerte Fett verschwindet dort zunächst, wo es als Letztes angelagert wurde — ist das zum Beispiel an den Armen, bringen Ihnen die Übungen für Po und Oberschenkel nicht viel.

Besser ist es, Sie trainieren ganzheitlich. Durch ein Ausdauertraining, 30 Minuten Joggen oder Walking täglich, bauen Sie Ihre fettverbrennenden Enzyme wieder auf. Nach 3 Monaten verbrennen 50 % Ihrer Körperenzyme den ganzen Tag lang Fett — auch an Ihren „Problemzonen", die dann kein Problem mehr sein werden.

Frage: Wie ist eigentlich die Aussage zu verstehen, dass ich leistungsfähiger werde, wenn ich so viele Vitamine zu mir nehme, wie ich wirklich brauche? Geben Vitamine mir Energie?