Eukalyptus wirkt schleimlösend und fiebersenkend
Sylvia Schneider in Täglich Gesund zum Thema Eukalyptus
vom 25. November 2008, 16:00 Uhr
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Die Heimat des Eukalyptusbaumes sind Südwestaustralien und Tasmanien. Heute wird er unter anderem auch in den Mittelmeerländern angepflanzt. Der Eukalyptusbaum - auch Fieberbaum genannt - verfügt über ein besonders starkes ätherisches Öl (Eukalyptol), das bereits in der Umgebung des Baumes eine starke antiseptische Wirkung ausüben soll. Die Blätter bilden dieses wohlriechende Öl in ihren zahlreichen Drüsen. Medizinisch verwendet wird nur eine von den über 100 Eukalyptusarten. Sie hat den höchsten Anteil an Eukalyptol (Cineol).
Der Koalabär wohnt auf dem Fünften Kontinent ausschließlich in den Astgabeln des Eukalyptusbaumes und frisst nichts anderes als seine Blätter. Experten sagen, er sei von dessen ätherischem Öl immer etwas benebelt" und sein Stoffwechsel gedrosselt, was in der australischen Hitze von Vorteil ist. Die australischen Aborigines schwören seit altersher auf Eukalyptus als leicht sedierendes Mittel, das sie in der Hitze des Tages vor allzu viel Aktivität schützt. Doch auch als Antiseptikum bei Fieber und Infektionen werden die Eukalyptusblätter geschätzt.
Und damit haben sie Recht: Eukalyptusöl wirkt stimulierend auf das Immunsystem, es treibt den Schweiß und fördert die Durchblutung. Es senkt Fieber, lindert Ausschlag und beschleunigt das Abklingen von fiebrigen Ausschlägen wie Windpocken oder Masern. Eukalyptusöl wirkt aber auch hervorragend bei Erkältungen, Grippe, Krupp, Husten, Asthma, Bronchitis, Katarrh, Nasennebenhöhlenentzündungen und Ohrinfektionen. Es hemmt die Schleimbildung in den Atemwegen. Als Absud wirkt das ätherische Öl auch positiv bei Infektionen der Harnwege wie Blasenentzündungen. Äußerlich angewendet wirkt Eukalyptus antiseptisch, blutstillend und heilungsfördernd. Eukalyptus ist Bestandteil vieler Fertigarzneien, die gegen Husten, Bronchitis und Asthma eingesetzt werden. Es findet sich ebenfalls in Salben und Einreibungen gegen Gicht und Rheuma.
Das Öl wird durch Dampfdestillation aus Blättern und Zweigspitzen gewonnen. Es duftet frisch, ist farblos und enthält bis zu 80 Prozent Cineol. Da das Cineol ein sehr starkes ätherisches Öl ist, dürfen Sie Eukalyptusöl niemals unverdünnt verwenden. Durch die Reizwirkung des Öls kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfällen kommen. Experten empfehlen, es durchgängig auch nicht länger als 14 Tage einzusetzen. Bei der Verwendung von Teezubereitungen sind kaum Nebenwirkungen bekannt.
Achtung: Wenn Sie Entzündungen im Magen-Darm-Bereich, der Gallenwege oder Erkrankungen der Leber haben, dürfen Sie Eukalyptus nicht anwenden. Bei Säuglingen und Kleinkindern müssen das Gesicht und der Bereich der Nase bei der Behandlung mit Eukalyptussalben oder anderen Zubereitungen ausgespart werden.
Zubereitung und Anwendung
Bei Erkältungen hilft das Öl vor allem dann, wenn Sie es verdampft inhalieren: Geben Sie 5 Tropfen Eukalyptusöl in eine Schüssel mit heißem Wasser, halten Sie sich ein Handtuch über den Kopf und inhalieren Sie den Dampf etwa 10 Minuten lang.
Lässt man einen Absud der Blätter in einem Krankenzimmer verdunsten, kann man damit die Luft reinigen. Geben Sie ein Tropfen Eukalyptusöl in Ihren Zimmerbrunnen, wenn Sie erkältet sind oder Fieber haben.
Für eine Massage vermischen Sie 100 Milliliter Jojoba- oder Mandelöl mit 20 Tropfen Eukalyptusöl. Damit können Sie schmerzende Muskeln und Gelenke massieren oder bei einer Erkältung den Oberkörper mit kreisenden Bewegungen einreiben. Damit können Sie Pickel, Herpes und Fußpilz behandeln, indem Sie das Ölgemisch einfach auf die kranken Stellen geben und es sanft einmassieren. Es wirkt auch bei Fieberbläschen, Gürtelrose, Windpocken und anderen Hautbeschwerden. Außerdem vertreibt der Geruch von Eukalyptusöl stechlustige Mücken.
Einen Tee gegen Husten, Asthma und Bronchitis bereiten Sie am besten so zu: 3 Teelöffel Eukalyptusblätter mit l kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten ziehen lassen und abseihen. Über den Tag verteilt in kleinen Schlucken trinken. Als Teemischung für diese Beschwerden empfiehlt der bekannte Apotheker Mannfried Pahlow, Eukapyptusblätter, Huflattichblätter und Thymianblättchen zu gleichen Teilen zu mischen, 2 Teelöffel dieser Mischung mit 1/4 l kochendem Wasser übergießen und wie oben beschrieben weiterverfahren.
Auch als homöopathisches Heilmittel ist Eukalyptus beliebt. Es wird vor allem bei Erkrankungen der Luftwege eingesetzt, aber auch bei steifen Gelenken sowie Knochen- und Muskelbeschwerden. Eukalyptus wird den Menschen empfohlen, die geistig und körperlich erschöpft sind - vor allem durch anhaltende Erkältungsbeschwerden.