Etliche Blasenentzündungen stehen in Zusammenhang mit Sex
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten zum Thema Blasenentzündung
vom 19. April 2011, 09:41 Uhr
GNL5356
Beim Geschlechtsverkehr werden Keime, die sich am Penis des Mannes und bei der Frau zwischen Anus und Scheide tummeln, auf einfache Weise in die Harnröhre transportiert. In der Medizin heißt das Flitterwochen-Zystitis. Denn bei Paaren, die länger zusammen und sich treu sind, entwickelt sich ein gemeinsames Keimspektrum, das dann meist mit der Zeit nicht mehr gefährlich wird. Es sei denn, es kommt zu einem Seitensprung.
Die wiederkehrenden Blasenattacken - medizinisch rezidivierende Harnwegsinfektionen genannt - gelten inzwischen auch als psychosomatisches Problem. Vor allem, wenn die Symptome immer wieder in bestimmten Situationen auftauchen, spricht die Seele ein Wörtchen mit. Psychologen erklären das so: Die Blase ist ein Organ, mit dem auch seelischer Druck ausgeglichen wird. Stress, Überforderung, Kränkungen, Ängste, Ohnmachtsgefühle können infolgedessen auch auf das Ausscheidungsorgan Blase schlagen. Der unwillkürliche oder schmerzhafte Harnabgang, der bei diesen INfektionen sehr häufig zu schaffen macht, wird deshalb auch aus pyschologischer Sicht als „Weinen nach unten" verstanden.
Naturheilkundlich engagierte Ärzte versuchen zunächst, das Abwehrsystem zu stärken, vor allem wenn es von Antibiotika in Mitleidenschaft gezogen wurde. Darm und Scheide werden von ihren Infektionen kuriert, Eigenblutbehandlung, hoch dosierte Vitaminspritzen und pflanzliche Immunstimulanzien päppeln die Immunkräfte wieder auf.