Erster Zusammenhang zwischen Umweltverschmutzung und Allergie bewiesen
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund
vom 24. August 2010, 16:00 Uhr
GNL5356
hohe Ozonwerte im Sommer, wie wir sie in diesem Jahr einige Male hatten, wirken sich direkt auf unsere Leistungsfähigkeit aus und können sogar der Gesundheit schaden. Aber sie sind auf lange Sicht auch für Allergiker ein Problem. Denn Luft, die viel Ozon enthält, lässt den Allergengehalt von Pflanzen ansteigen.
Das haben Wissenschaftler der Medizinischen Universität in Wien herausgefunden. Sie hatten zwei Sorten Roggen in ozonhaltiger Luft wachsen lassen, Vergleichspflanzen dagegen in normaler Luft gezüchtet.
Als die Forscher die Pollen untersuchten, stellten sie fest, dass die Pflanzen, die dem Ozon ausgesetzt waren, Pollen aufwiesen, die mehr Allergene und Eiweiße enthielten. Mit diesen Pollen wurden dann die Immunzellen von Allergikern vermischt. Das Ergebnis: Sie waren stärker allergieauslösend als die Pflanzen, die eben nicht dem starken Ozon ausgesetzt waren.
Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass diese Erkenntnis die These bestätigt, dass Umweltverschmutzung und steigende Zahl der Allergien zusammenhängen.
Bleiben Sie gesund,
Ihre Dr. Martina Hahn-Hübner