Erste Hilfe wenn es Sie akut erwischt ha,
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 18. April 2011, 05:00 Uhr
GNL5356
Wenn Sie schon bei den ersten Anzeichen einer Blasenentzündung - verstärkter Harndrang und Schmerzen beim Wasserlassen - Gegenmaßnahmen ergreifen, können Sie das Schlimmste vermeiden:
- Trinken Sie mindestens drei Liter Flüssigkeit - am besten Nieren-, Blasen- oder Kräutertee aus Apotheke oder Reformhaus. Bewährte Naturmittel bei Blasenentzündungen für jeweils maximal eine Woche: Cranberrysaft, Preiselbeersaft oder Bärentraubenblättertee. Sie erhalten auch entsprechende Fertigpräparate in der Apotheke. Leeren Sie mindestens alle Viertelstunde die Blase und trinken Sie gleich anschließend ein Glas Wasser. Morgens und abends sollten Sie 1/4 l Cranberrysaft trinken. Die Verwandte unserer Preiselbeere enthält Gerbstoffe, die das Andocken der Bakterien an der Blasenwand um bis zu 80 Prozent verringern und deren Wachstum hemmen können. Außerdem hat sie viele Vitamine und Mineralstoffe aufzuweisen.
- Nehmen Sie zweimal täglich warme Sitzbäder mit einem Zusatz aus zehn Tropfen ätherischem Manukaöl aus der Apotheke, das Sie in einem Viertelliter Sahne auflösen. Das geht den Bakterien ebenfalls an den Kragen.
- Als flankierende Maßnahme zur Entzündungsbekämpfung und gegen die Schmerzen empfehlen sich zwei Aspirin beziehungsweise zwei Tabletten Acetylcsalicylsäure (ASS) täglich - allerdings nicht länger als drei Tage. Sie können beide Tabletten auf zusammen einnehmen.
- Ein Muss: Warme Socken, Wärmflasche und weitgehende Bettruhe.
- Absolute Notfallmaßnahme: Bei starken Schmerzen lösen Sie einen Teelöffel Backpulver in Wasser auf und trinken das. Diese Lösung neutralisiert die Säure in Ihrer Blase im Nu und mindert die brennenden Schmerzen. Das basische Milieu allerdings leistet wiederum dem Bakterienwachstum Vorschub. Deshalb sollten Sie nicht zu oft zu diesem Trick greifen.
- Ein naturheilkundlich versierter Arzt oder Heilpraktiker kann die Heilung mit weiteren Pflanzen-Präparaten und mit homöopathischen Mitteln unterstützen.
- Wenn die Beschwerden nach zwei, drei Tagen nicht weniger werden oder Sie Blut im Urin haben, müssen Sie Ihren Arzt zu Rate ziehen.
- Bei Fieber müssen Sie sofort zum Arzt.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Martina Friebe (19.04. 2011 12:56 Uhr):
Im Prinzip gute Tipps, allerdings rät jeder Arzt von Sitzbädern ab, da die Gefahr der Übertragung von Keimen dabei ziemlich groß ist.
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