Erste Hilfe für Ihr Abwehrsystem
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 2. Mai 2008, 09:35 Uhr
GNL5356
Traditionell wird der Bockshornklee seit jeher als Kräftigungsmittel verwendet. Er hilft nach schweren Erkrankungen, bei körperlich-geistiger Erschöpfung, stärkt die Abwehrkräfte und steigert die Leistungskraft. Äußerlich eingesetzt wirkt er entzündungshemmend bei kleineren und eher oberflächlichen Hautgeschwüren, Furunkeln, Karbunkeln und Magenschleimhautentzündungen. Aber auch Hühneraugen und Schwielen sollen positiv darauf ansprechen.
Innerlich angewendet bekämpft das Heilkraut ebenfalls Entzündungen und wirkt lindernd bei Ödemen. So soll es hilfreich sein bei Hämorrhoiden, Krampfadern, Venenleiden und rheumatischen Erkrankungen. Man sagt dem Bockshornklee auch eine harmonisierende Wirkung auf Beschwerden in den Wechseljahren nach. Bei stillenden Frauen fördert Bockshornklee die Milchbildung. Ein Effekt auf den Cholesterin- und den Blutzuckerspiegel, der die Heilkräfte dieser Pflanze ebenfalls auszeichnen soll, ist allerdings umstritten.
Für arzneiliche Zwecke wird hauptsächlich der getrocknete Samen verwendet. Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Wenn Sie sich ein Kind wünschen oder schwanger sind, sollten Sie auf Bockhornklee verzichten, da er Blutungen fördern und abtreibend wirken kann. In der Pharmaindustrie wird der Wirkstoff Diosgenin aus dem Bockshornklee zur Herstellung von Verhütungsmitteln verwendet.