Zusatzstoffe: Diese Chemie finden Sie in Ihren Lebensmitteln
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Zusatzstoffe
Es gibt mittlerweile 7 Gruppen, die Sie in Ihren Lebensmitteln finden können:
- Farbstoffe. Sie sind nur dazu da, um dem Essen eine schöne Farbe zu geben. Von allein wäre Ihr Erdbeer-Jogurt garantiert nicht so rot. Heute verwendet man aber zum Färben überwiegend Obst und Gemüseauszüge. Achten Sie darauf, dass „gefärbte" Lebensmittel natürliche Farbstoffe enthalten. Dies sind Curcumin (E 100), Riboflavin (E 101) und Pflanzenkohle (E 153)
- Konservierungsstoffe. Sie verhindern (zumindest für eine gewisse Zeit), dass Mikroorganismen, Bakterien oder Schimmelpilze sich auf Ihren Lebensmitteln breit machen. Bekannt ist E 200, die Sorbinsäure. Sie ist relativ unbedenklich. Meiden sollten Sie dagegen möglichst alle chemischen Konservierungsstoffe, die sich hinter den Bezeichnungen E 210 bis E 283 verstecken. Sie werden dafür verantwortlich gemacht, Allergien, Migräne, Durchfall oder Asthma auszulösen. Umstritten sind die chemisch veränderten Pökelsalze (E 249 bis E 252). Auch diese sollten sie besser meiden
- Verdickungsmittel. Was für Ihren Haushalt die Speisestärke, ist für die Industrie E 1404. Diese Verdickungsmittel verändern die Konsistenz von Lebensmitteln und sollen gleichzeitig ein angenehmes Gefühl im Mund erzeugen. Verdickungsmittel sind im Allgemeinen unbedenklich. Meiden sollten Sie allerdings Carrageen (E 407), das Entzündungen im Darm auslösen und die Darmwand durchlöchern kann. Dieselbe Gefahr geht von Guarkernmehl (E 412) aus. Auch Sorbit (E 420) und Mannit (E 421), die sowohl als Verdickungsmittel als auch als Zuckeraustauschstoff verwendet werden, sollten Sie meiden – sie können Durchfall und Blähungen verursachen
- Antioxidationsmittel. Sie verhindern zum Beispiel, dass Fett ranzig wird, oder bewahren die Vitamine in Lebensmitteln. Oft wird hierfür Ascorbinsäure benutzt. Diese Lebensmittel können Sie ohne Bedenken verzehren, denn Ascorbinsäure ist Vitamin C. Meiden sollten Sie als Allergiker die Gallate (E 310 bis E 312) sowie Isoascorbinsäure (E 315), die vorhandene Allergien noch verschlimmern können
- Säuerungsmittel geben den Lebensmitteln einen sauren Geschmack, der aber nicht unangenehm ist. Zeitgleich hemmen auch sie das Wachstum von Bakterien. Beispiele für Säuerungsmittel sind Zitronensäure in Eis oder Limonaden sowie Essigsäure in Mayonnaise. Gefährlich sind Lecithin (E 322), sowie die Salze der Zitronensäure (E 330 bis E 333). Sie erleichtern die Aufnahme und den Transport von Blei und Aluminium im Gehirn und blockieren die Aufnahme von Glukose, die Ihr Gehirn als Treibstoff braucht
- Geschmacksverstärker helfen, dass die Lebensmittel auch dann ihren Geschmack nicht verlieren, wenn sie eingefroren oder stark erhitzt werden. Außerdem werden sie dort eingesetzt, wo unerwünschte Geschmacksvarianten überdeckt werden sollen. Der bekannteste Geschmacksverstärker ist Glutamat: Er kann bei empfindlichen Menschen Migräne hervorrufen und sogar als Nervengift wirken (s. a. Dr. Spitzbart's Gesundheits-Praxis 11/04,S. 12). Genauso allergieauslösend wirken die Geschmacksverstärker E 626, E 630 und E 634, die die Entstehung von Gicht begünstigen, da sie im Körper in Harnsäure umgewandelt werden
- Trenn- oder Überzugsmittel. Mit ihnen wird verhindert, dass Lebensmittel sowohl miteinander als auch mit anderen Stoffen verkleben – deshalb bleiben die Gummibärchen in der Verpackung meist solo, und das Salz verklumpt auch nicht so schnell. Ein weiteres Trenn- oder Überzugmittel ist Wachs, das für die Umhüllung von Käse oder Wurst verwendet wird und das Sie besser nicht mitessen sollten.
Diese Stoffe sollten Sie auf alle Fälle meiden