Wasser: Trinken Sie gesund
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Der menschliche Körper besteht zu 75 % aus Wasser – das Gehirn aus bis zu 93 %. Daher ist es so wichtig, dass Sie ausreichend trinken. Und es ist gar nicht so schwer, auf 2 bis 3 Liter Flüssigkeitsaufnahme pro Tag zu kommen, zumal Sie davon nur die Hälfte als Getränke zu sich nehmen müssen.
Ihre Gesundheit ist immer abhängig von Ihrem Stoffwechsel. Der kann aber nur dann gut funktionieren, wenn Sie genug trinken. Nur wenn genug Flüssigkeit im Körper ist, können Nährstoffe in die Zellen transportiert und Schlacken ausgeleitet werden. Wenn zu wenig Wasser im Körper vorhanden ist, wird das Blut dickflüssig, giftige Abfallstoffe verbleiben zum Teil im Körper und verstopfen die Zellwände. Die Folgen eines längeren Flüssigkeitsmangels sind gravierend. Es kommt zu
- eingeschränkter Nierenfunktion,
- Verstopfung,
- Hautschäden,
- Austrocknung von Zellen,
- Bluthochdruck,
- einer höheren Belastung für das Herz
Kommen Sie Ihrem Durst zuvor
Sie benötigen pro Tag 2 bis 3 Liter Flüssigkeit. Das klingt auf den ersten Blick sehr viel. Aber nur rund die Hälfte davon müssen Sie als Getränk zu sich nehmen. Den Rest decken Sie in der Regel über die Nahrung: Frisches Obst und Gemüse sind sehr wasserhaltig, so dass Sie sich hierüber mit bis zu 70 % Ihrer täglichen Trinkmenge versorgen können.
Unter bestimmten Bedingungen kann Ihr täglicher Wasserbedarf aber bis auf das Dreifache ansteigen, zum Beispiel wenn Sie unter Stress stehen, an einer chronischen Erkrankung leiden oder wenn die Raumluft sehr trocken ist.
Leider merken Sie erst sehr spät, wann Sie wieder etwas trinken sollten. Ihr Körper gibt nicht sofort ein Signal, wenn Sie wieder Wasser brauchen. Wenn Sie einen trockenen Mund verspüren – und das ist der Moment, in dem die meisten Menschen erst etwas trinken –, ist es schon zu spät. Daher sollten Sie sich das so genannte antizipatorische Trinken zur Angewohnheit machen. Das heißt, Sie sollten, lange bevor Sie durstig werden, trinken.
So wählen Sie die richtigen Getränke aus
Was Sie trinken, ist nicht egal. Daher möchte ich Ihnen einen Überblick darüber geben, was für Ihren Körper gut ist und worauf Sie besser verzichten sollten.
Kaffee: Der Muntermacher Nummer eins ist als Flüssigkeitslieferant nicht gut für Ihren Körper – zumindest dann nicht, wenn Sie Ihn so trinken wie in Deutschland üblich. Denn die dehydrierenden Anteile im Kaffee entziehen Ihrem Körper Wasser. Machen Sie es daher wie die Südländer: Trinken Sie zu jeder Tasse Kaffee ein großes Glas Wasser. So führen Sie Ihrem Körper die verlorene Flüssigkeit wieder zu und er gerät nicht in Unterversorgung. Neue Studien behaupten zwar, dass Kaffee einen gesunden Menschen nicht dehydriert – die Betonung liegt aber auf „gesund“. Schon wenn Sie unter Stress oder einem kleinen Schnupfen leiden, entfaltet Kaffee seine Wasser entziehende Wirkung.
Milch: Milch ist gesund und enthält viele Nährstoffe – aber sie ist nicht als Getränk zu sehen, sondern als Lebensmittel. Denn neben den Vitaminen enthält sie auch viel Fett und viele Kalorien – daher können Sie natürlich ein Glas Milch zum Frühstück trinken, aber es zählt nicht zu Ihrer Flüssigkeitsbilanz.
Wasser: Es ist der beste Durstlöscher, den es gibt, ganz gleich ob Sie zu Mineralwasser oder zu Leitungswasser greifen. Achten Sie aber darauf, dass das Wasser, das Sie sich aussuchen, nicht zu viel Kochsalz (NaCl) enthält. Kochsalz bindet Wasser im Körper, die Nieren werden durch den geringeren Wasseraustausch nicht ausreichend durchgespült. Die Folge: Es kann zu Nierensteinen kommen. Die Kochsalzmenge können Sie nicht direkt auf dem Etikett ablesen – Sie wird aus der Natriummenge berechnet. Achten Sie daher einfach darauf, dass Ihr Wasser maximal 100 mg Natrium pro Liter enthält. Wenn Sie Leitungswasser vorziehen, erkundigen Sie sich beim zuständigen Wasserwerk nach dessen Natriumgehalt.
Energie-Drinks: Diese Modegetränke sollten Sie ganz hinten im Regal stehen lassen. Sie enthalten neben Koffein vor allem sehr viel Zucker, manchmal bis zu 9 Stück pro 0,2-Liter-Dose, und machen daher garantiert dick, wenn Sie sie oft trinken.
Tee: Hier müssen Sie unterscheiden: Roibusch-, Früchte- und grüner Tee zählen zu den Getränken. Mit schwarzem Tee verhält es sich genauso wie mit Kaffee: Auch er enthält dehydrierende Stoffe. Daher sollten Sie ihn nur sparsam trinken und am besten ein Glas Wasser dazu nehmen.
Limonaden: Zuckerhaltige Limonaden haben auf Ihrem Getränkeplan nichts zu suchen. Auch sie machen nur dick, löschen aber keinen Durst, weil sie viel zu süß sind – in 1 Liter Cola befinden sich 40 Stücke Zucker. Wählen Sie die Light-Variante, haben Sie zwar die Zucker-Falle umgangen. Der darin enthaltene Süßstoff erhöht jedoch Ihren Insulinspiegel, was zur Folge hat, dass Sie Hunger bekommen. Und das ist noch die geringste Folge: Vielmehr kann der Süßstoff Aspertam, der diesen Limonaden beigemischt ist, unter anderem Brustschmerzen, Asthma, Arthritis, Schlafstörungen, epileptische Anfälle, Zittern, Schwindel und Gewichtszunahme auslösen. Auch auf Getränke mit Zuckeraustauschstoffen sollten Sie also verzichten.
Säfte: Fruchtsäfte sind zwar sehr gesund, sie enthalten aber auch viel Fruchtzucker und viele Kalorien. Trotzdem können Sie Ihren Trinkplan damit ergänzen: in Form von Schorlen. Mischen Sie dazu die Säfte im Verhältnis 1:3 mit Wasser – so haben Sie ein sehr gesundes und leckeres Erfrischungsgetränk, das sie auch mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen versorgt.
Sportlergetränke: Auf diese Drinks können Sie getrost verzichten. Sie brauchen diesen Energiekick als Freizeitsportler nicht. Viele Getränke sind zudem nicht richtig dosiert. Wichtige Vitamine fehlen, andere sind in zu geringen oder zu hohen Dosen enthalten. Auch das Pulver, das Sie kaufen können, um sich Ihr Sportgetränk selbst zu mischen, ist nicht empfehlenswert. Teilweise stimmt die Dosierungsempfehlung nicht, und wenn Sie nicht lange genug schütteln, trinken Sie zur Hälfte Wasser und zur Hälfte eine viel zu süße, überkonzentrierte Brühe.
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