Wasser: Mit Mineralwasser Gehirn und Körper stärken
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Nutzen Sie Ihr Mineralwasser einfach nur als Durstlöscher? Oder kaufen Sie gezielt nach dem, was Sie auf dem Etikett lesen? Es ist nicht so einfach, den Überblick zu behalten bei den vielen Wasser-Sorten im Getränkemarkt. Aber es gibt einige Inhaltsstoffe, die Ihr Wasser unbedingt enthalten sollte – einfacher können Sie Ihren Körper nicht unterstützen.
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Wie Menschen ihr Mineralwasser auswählen, lässt sich in drei verschiedene Kategorien einteilen. Die erste Gruppe guckt jedes Mal, welches Wasser am günstigsten ist, und packt davon zwei bis drei Kästen in den Einkaufswagen. Die nächsten haben eine gewisse Markentreue entwickelt und greifen immer wieder zum gleichen Sprudel. Und dann gibt es noch diejenigen, die aus gesundheitlichen Gründen zum Beispiel ein Heilwasser kaufen oder auf einen bestimmten Inhaltsstoff Wert legen. Diese dritte Gruppe ist mir die Liebste – und auch Sie sollten dazugehören.
Denn Mineralwasser ist nicht nur der ideale Durstlöscher schlechthin. Mit dem richtigen Wasser verbessern Sie Ihre Denkleistung und versorgen sich gleichzeitig mit wichtigen Inhaltsstoffen – gleich drei Gründe, warum Sie sich mit Ihrem Mineralwasser einmal genauer beschäftigen sollten.
Mineralstoffe im Wasser lassen Sie brillant denken
Was wir heute mit dem Sammelbegriff „Sprudel" belegen, unterteilt sich in verschiedene Wasserarten. Das optimale Getränk ist sicherlich das original „Mineralwasser" in jeglicher Form – ganz gleich, ob mit oder ohne Kohlensäure. Es hat seinen Namen daher, dass es durch verschiedene Gesteinsschichten fließt und dort Mineralstoffe gelöst hat. Die Stoffe werden besonders gut vom Körper aufgenommen. Sie lassen sich in zwei Gruppen einteilen:
| Diese Stoffe sollten in Ihrem Mineralwasser enthalten sein | ||
|---|---|---|
| Stoff | empfohlene Menge | enthalten in |
| Hydrogencarbonat | rund 1.000 mg/l | Tönissteiner |
| Fluorid | maximal l mg/1 | Tönissteiner, Römerwall, Gerolsteiner |
| Kalzium | 500 mg/l | Contrex |
| Natrium | maximal 200 mg/l | Werretaler, Gerolsteiner |
| Magnesium | über 200 mg/l | Gerolsteiner |
| Kalium | über 20 mg/l | Brohler, Apollinaris |
- Anionen sind negativ geladene Teilchen. Es gibt unter ihnen zwei, die von Ihrem Körper dringend benötigt werden: Jod und Flourid. Gerade die Anionen haben aber die Eigenschaft, den Geschmack des Wassers zu verändern, z. B. ihm einen bitteren Geschmack zu verleihen, und bestimmen mit darüber, ob Ihnen ein Mineralwasser überhaupt schmeckt.
- Kationen sind positiv geladen. Es handelt sich dabei um Metallionen, die sich in gelöster Form in Ihrem Wasser befinden. Diese braucht Ihr Körper für Denken, Nervenfunktionen oder auch starke Knochen und Zähne.
Wichtig sind die Mineralstoffe vor allem für Ihr Gehirn. Denn nur, wenn Ihre kleinen grauen Zellen ausreichend mit Wasser und Mineralstoffen versorgt sind, funktioniert der Gehirnstoffwechsel einwandfrei. Trinken Sie über den Tag verteilt mindestens 1,5 Liter Mineralwasser (2 bis 2,5 Liter, wenn es sehr heiß ist oder Sie Sport treiben). So stellen Sie sicher, dass die Durchblutung Ihres Gehirns optimal funktioniert und Nährstoffe immer ausreichend zur Verfügung stehen.
Was die chemischen Substanzen im Mineralwasser auf dem Flaschenetikett bedeuten
Diese Anionen kann Ihr Mineralwasser enthalten:
- Hydrogencarbonat (HCO3): Dieses Anion kommt in den Wässern vor, die aus Kalkgebirge stammen. Im Magen wird es zu Kohlensäure umgewandelt. Gerade wenn Sie eine hohe Produktion an Magensäure aufweisen, kann hydrogencarbonatreiches Wasser sinnvoll sein, da es die Magensäure mildert. Ansonsten führt dieser Inhaltsstoff zum Aufstoßen.
- Sulfat (SO42): Es kommt meist in den Wässern vor, die kaum oder gar kein Hydrogencarbonat enthalten, und verleiht dem Wasser einen bitteren Geschmack. Hilfreich ist es bei Verdauungsproblemen, da es leicht abführend wirkt.
- Chlorid (C1_): eigentlich ein Bestandteil des Kochsalzes. In den geringen Mengen, in denen es im Mineralwasser vorkommt, hat es aber keinerlei Funktion.
- Nitrat (NO3): Ein Schadstoff, der durch die Landwirtschaft in die Böden und von da aus auch ins Mineralwasser gelangt. Der erlaubte Grenzwert für Nitrat im Wasser liegt bei 25 mg/l. Achten Sie aber darauf, dass Ihr Mineralwasser diesen Grenzwert deutlich unterschreitet – er sollte nicht höher als 10 mg/l liegen.
- Nitrit (N02- ): Dieser Stoff sollte gar nicht in Ihrem Mineralwasser vorhanden sein. Es ist ein Abbauprodukt von Nitrat und wird dafür verantwortlich gemacht, dass sich in Ihrer Nahrung Nitrosamine bilden können, die Krebs erregend sind.
- Fluorid (F-): Diese Anionen brauchen Sie, um Zähne und Knochen stabil zu halten. Aber Achtung: Mehr als 1 bis 2 mg pro Tag sollten Sie nicht aufnehmen. Schon 5 mg sind schädlich. Wenn ein Mineralwasser mehr als 5 mg/l enthält, trägt es einen Warnhinweis; bei 1,5 mg/l wird schon darauf hingewiesen, dass der Fluoridgehalt hoch ist.
Diese Kationen kann Ihr Mineralwasser enthalten:
- Kalzium (Ca2+): Wird als das wichtigste Kation bezeichnet. Rund 800 mg pro Tag brauchen Sie davon. Sie können einen großen Teil dieses Bedarfs über ein gutes Mineralwasser decken – aber nicht alle Wässer enthalten viel Kalzium. Schauen Sie also immer auf das Etikett – rund 500 mg/l hat ein gutes, kalziumreiches Wasser.
- Natrium (Na+): Dieses Element sollte nicht zu viel in Ihrem Wasser vorkommen, denn Sie nehmen über die Nahrung schon genug Salz zu sich. Der Gehalt Ihres Mineralwassers sollte 200 mg/l nicht übersteigen. Wenn auf dem Etikett steht: „mit Natrium angereichert", dann handelt es sich nicht um ein Mineralwasser.
- Magnesium (Mg2+): Es ist dafür verantwortlich, dass im Körper zahlreiche Enzyme gebildet werden und Sie nervlich belastbar bleiben. Ein gutes Mineralwasser sollte über 200 mg/l Magnesium aufweisen. Dies sind meist Wässer, die auch kalziumreich sind, denn diese beiden Mineralstoffe kommen in der Natur oft zusammen vor.
- Kalium (K+): Dieses Kation werden Sie sehr selten im Mineralwasser finden, da es fest im Boden gebunden ist. Dennoch sollte der Kaliumwert in Ihrem Wasser auf jeden Fall über 20 mg/l liegen.
- Eisen (Fe2+/Fe3+): Eigentlich sehr wichtig für unseren Körper, wird es dennoch meist aus dem Mineralwasser entfernt. Eisen ist nämlich der einzige Inhaltsstoff im Wasser, der farbig ist. Eisen als Mineralstoff ist grün. Sobald es mit Luft in Berührung kommt, verfärbt es sich braunrot und damit auch das Wasser. Zudem schmeckt eisenhaltiges Wasser sehr bitter und sauer. Daher wird es dem Wasser entzogen; sie finden auf dem Etikett den Hinweis „enteisent".
- Lithium (L+): Es ist nicht wichtig für Ihren Körper, verändert auch das Wasser nicht. Dennoch werden Sie kein Wasser finden, in dem es nicht in Spuren vorhanden ist.
Nicht jedes Mineralwasser ist für Sie geeignet
- Leiden Sie unter hohem Blutdruck? Dann sind Wässer mit gleichzeitig viel Natrium (über 200 mg/l) und viel Kalium (über 20 mg/l) für Sie nicht empfehlenswert.
- Treiben Sie viel Sport,dann muss Ihr Wasser eine besondere Mischung aufweisen: Es sollte mindestens 1.300 mg/l Hydrogencarbonat, 200 mg Natrium/l und 50 mg Magnesium/l beinhalten, wie z. B. Apollinaris classic.
- Trinken Säuglinge oder Kleinkinder Mineralwasser,sollten Sie darauf achten, dass es für diese Altersgruppe geeignet ist; einen entsprechenden Hinweis finden Sie auf dem Etikett.
- Ihr Wasser sollte generell einen hohen Kalziumgehalt haben (500 mg/l).
- Fällt es Ihnen schwer, 1,5 bis 2 Liter Mineralwasser pro Tag zu trinken, kann das an der Kohlensäure liegen. Probieren Sie es in diesem Fall einmal mit kohlensäurearmen Wässern.