Vegetarisch: Hier verstecken sich tierische Zutaten
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Einkaufshilfen für Vegetarier
Tierische Inhaltsstoffe möchten die meisten Vegetarier vermeiden, weil das gegen ihre Philosophie spricht. Doch sie verstecken sich auch manchmal dort, wo Sie sie nicht vermuten. Die meisten tierischen Inhaltsstoffe finden Sie auf der Zutatenliste. Manchmal verstecken sie sich aber auch, weil sie unter die 25-%-Regel fallen (siehe Seite 4).
Fleischextrakt:
Dahinter verbirgt sich maschinell zerkleinertes Rindfleisch, das durch Wasser ausgelaugt wird. Dann wird die Brühe von Fett und Eiweiß getrennt und der Rest eingedampft. Er kann enthalten sein in Gemüse- oder Nudelsuppen (zum Beispiel Zwiebelsuppe aus der Dose oder Tüte) und in Speisewürze. Achten Sie beim Einkauf auf Suppen mit Hefeextrakt oder Gemüsebrühe. Verwenden Sie auch beim Selbstkochen Hefeextrakt oder Gemüsebrühe.
Rindertalg/Rinderfett:
Rohtalg von Rind - etwa aus dem Nierenfett - wird nach dem Reinigen, Waschen und Zerkleinern durch Ausschmelzen zu Speisetalg verarbeitet. Er kann in Brühen, Brühwürfeln, Tütensuppen (vor allem in Tomaten-, Zwiebel-, Brokkolicreme- oder Grießklößchensuppe) oder in Dosensuppen (Bohnensuppe zum Beispiel) vorhanden sein . Kaufen Sie Suppen mit Gemüsebrühe und Hefebrühwürfeln im Reformhaus oder Bioladen. Kochen Sie selbst, verwenden Sie gutes Olivenöl und wenn Sie Ovo-Lacto-Vegetarier sind, Butter und Sahne.
Schweineschmalz:
Es wird aus Schwartenfett vom Schwein gewonnen und kann in Gemüseeintöpfen, Schmorgemüsen, Tüten- und Fertigsuppen, Fertigsoßen (Tomatensoße), Tiefkühl-Pizzas oder Tiefkühl-Gemüsepfannen vorkommen. Kaufen Sie solche Nahrungsmittel im Bio-Laden oder im Reformhaus und achten Sie dabei auf das Etikett. Als Brotaufstrich können Sie pflanzliches „Schmalz“ oder vegetarische Brotpasten verwenden. Kochen Sie mit gutem Oliven- oder Rapsöl.
Hühnerfett:
Das zerkleinerte Fettgewebe des Huhns wird ausgeschmolzen und für Tüten- und Fertigsuppen (beispielsweise chinesische Gemüsesuppe, Nudelsuppe) sowie Fertigsoßen verwendet. Als Geschmacksträger für Tüten- und Fertigsuppen kommt es recht häufig zum Einsatz. Da hilft vor allem: selbst kochen.
Speckfett:
Wird aus geräuchertem und gepökeltem Fettgewebe vom Schwein gewonnen. Es findet sich in Suppen (Tomaten-, Kartoffel- oder Cremesuppen), Soßen (zum Beispiel Pfefferen soßen) oder Fertigmischungen (etwa für Lasagne). Speckfett kommt allerdings nicht so häufig zum Einsatz . Kochen Sie sich selbst Gemüsesuppen oder Lasagne mit pflanzlichem und Cremesuppen mit Sahne. Um den fehlenden Rauchgeschmack zu ersetzen, verwenden Sie viele frische Kräuter.
Gelatine:
Wird aus Knochen, Schwarten, Häuten und Sehen gewonnen, zu 90 % vom Schwein, zu 10 % vom Rind. Gelatine findet sich in vielen Süßwaren wie Gummibärchen, Fruchtgummi, Schaumzuckerware, Kaubonbons oder Marshmellows. Auch in Milchprodukten und Puddings wird Gelatine verwendet - so in Wackelpudding, Puddingpulver, Milchtrunk, Joghurtzubereitung, Quarkzubereitung, Cremespeisen oder Mousse, ebenso in Backwaren (Kuchen, Kuchenbackmischungen, Tief-kühl-Windbeutel, Cremetortenhilfe, Tiefkühl-Torten, Sahne auf Eistorten, Eistortenguss oder Baiser), Salatdressing, Frischkäse- und Schmelzkäsezubereitungen, Gemüse- und Soßenfond, Nahrungsergänzungsmitteln und Medikamenten in Kapselform.
Lebensmittel ohne den Zusatz von Gelatine im Supermarkt zu finden, erweist sich als sehr schwierig. Pudding zum Selbstkochen ist immer ohne Gelatine. In Bioläden oder Reformhäusern werden jedoch Lakritz mit Melasse, Gummibärchen mit Pektin oder Kaubonbons mit Maismalzsirup angeboten. Zu Hause können Sie statt Gelatine pflanzliche Verdickungsmittel wie Pektin, Guarkernmehl oder Johannisbrotkernmehl verwenden.
Hühnerei:
Hühnerei kommt in verschiedenen Formen in die Lebensmittel – etwa als Hühnervollei, Hühnereiklar, Hühnereigelb und Trockenhühnereigelb. Es wird verwendet für Teigwaren (Nudeln, vegetarische Lasagne), Cremespeiseeis, Kekse, Croissants, Milchreis, Milchschnitten, Milchgetränke oder Fertiggerichte. Keine Eier sind in Hartweizennudeln, Glasnudeln, Reisnudeln und Vollkornnudeln enthalten. Buttermilch, Kefir oder Sojadrinks werden ohne Ei hergestellt. Eiersatz zum Selbstkochen finden Sie im Bio-Laden oder Reformhaus.
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