Stevia: Allgemeines
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Eine pflanzliche Alternative zum Süßstoff
Um den Dickmacher Zucker zu ersetzen, greifen nicht nur Diabetikerinnen zu Süßstoffen aller Art. Jetzt ist eine pflanzliche Substanz im Kommen, mit welcher die Indios Südamerikas seit Jahrhunderten ihren Matetee süßen.
Zucker fördert viele Beschwerden und Krankheiten, von Karies über Gewichtsprobleme, Hautunreinheiten, Darmpilze bis zu Stoffwechselerkrankungen und Schwächung des Immunsystems. Wir sollten also möglichst wenig davon genießen. Das Verlangen nach Süß ist uns aber angeboren. Alle Kinder lieben Süßes, das heißt zunächst: Früchte, die mit ihrem hohen Vitamingehalt für ihr Wachstum bedeutsam sind. Früchte sind in der Natur das Süßeste, das wächst. Erst die Flaschenmilch, süße Kindertees, Gummibärchen und Schokolade bringen sie auf einen ungesunden Geschmack. Die Erwachsenen behalten meist dieses Verlangen bei.
Nun erreicht eine natürliche Alternative auch den deutschen Markt: Stevia, das Honigblatt oder auch Kaja-he, wie die Indios der paraguayischen Hochebene in den Amambay-Bergen die Pflanze nennen, die dort ihre Herkunft hat und seit Jahrhunderten als Heilpflanze bekannt ist. Die Stevia ist eine rein amerikanische Gattung. Sie gehört im weiteren Sinn zur Familie der Astern, die z. B. auch Löwenzahn, Sonnenblumen und Chicorée umfaßt. Bereits im 16. Jahrhundert legte der spanische Arzt Dr. Francisco Hernandez heilende Wirkungen von Stevia schriftlich dar. Um 1900 beschrieb der Schweizer Botaniker Moses Bertoni die Süßkraft des „Honigblatts“, die rund 15mal stärker ist als die des Industriezuckers.