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Steinzeiternährung: Allgemeines

Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Steinzeiternährung


Ernährung vor rund 40.000 Jahren war keine einfache Sache. Jede Mahlzeit musste beschwerlich gesammelt oder aber unter Lebensgefahr erjagt werden. Doch wenn sie auch nicht leicht zu bekommen war, so war die Ernährung unserer Urahnen vor allem eines: gesund! Und zum Glück setzt sich heute langsam durch, dass auch wir wieder zu den Ernährungswurzeln des Menschen zurückkehren sollten.


Führende Ernährungswissenschaftler sind sogar der Meinung, dass Mahlzeiten, wie sie unsere Urahnen zu sich nahmen, äußerst günstig für das Herz-Kreislauf-System sind.

Aber wie sah eine solche Ernährung aus, deren Grundmuster ich auch Ihnen nur ans Herz legen kann? Grob gesagt bestand sie aus 1.700 g pflanzlichen Bestandteilen und aus nur 900 g tierischen. Es gab keine Kohlenhydrate, denn es gab kein Getreide, keine Nudeln, keinen Reis. Milch bekamen nur die Säuglinge – ein Erwachsener ernährte sich vorwiegend von Nüssen, Samen, Wurzelbestand teilen und dem Obst, das er fand. Das waren – wie Wissenschaftler bei der Untersuchung von Mageninhalten der Steinzeitmenschen herausfanden -überwiegend Beeren.

Zu viel Fett und zu wenig Obst - so sieht unsere Ernährung heute aus

Im Vergleich zur Nahrung der Steinzeitmenschen scheint die heutige Ernährung relativ mau. Eine nationale Verzehrstudie, die unsere Essgewohnheiten 2003 im Auftrag des Bundesforschungsministeriums unter die Lupe nahm, fand heraus, wie wir uns heutzutage ernähren: von täglich durchschnittlich

  •  290 g Getreide(-erzeugnissen)
  •  250 g Obst
  •  150 g Milch
  •  116 g Kartoffeln oder Kartoffelprodukten (wie Pommes)
  •  100 g Fleisch
  •  98 g Wurst
  •  40 g Käse
  •  20 g Butter
  •  18 g Fisch

Schon an dieser Auflistung sehen Sie, dass zwei Grundsätze einer gesunden Ernährung in der Regel komplett unbeachtet bleiben. Die 5 großen Portionen Obst und Gemüse, jeweils rund 150 Gramm, die ich meinen Patienten und auch Ihnen empfehle, schrumpfen. Statt der insgesamt 750 Gramm wird gerade einmal ein Drittel gegessen. Die 60 Gramm Fett dagegen, die eben noch als „erlaubt“ gelten, werden deutlich überschritten. Sie mögen nun einwenden, dass der durchschnittliche Deutsche doch nur 20 Gramm Butter, also Fett, pro Tag isst. Aber in Fleisch, Wurst und Käse ist ebenfalls Fett enthalten - so viel, dass wir durchschnittlich auf einen Fettverbrauch von 120 Gramm pro Kopf kommen.

Es heißt immer: Essen Sie weniger Fett. Das stimmt, aber Sie dürfen nicht ganz auf Fett verzichten. Stellen Sie lieber Ihre Fettquellen um. Verzichten Sie möglichst auf tierisches Fett. Auch Transfettsäuren, die bei der industriellen Verarbeitung von Lebensmitteln entstehen, sind ungesund. Setzen Sie auf pflanzliche Fette, zum Beispiel auf Leinöl. So können Sie außerdem Ihr Diabetes-Risiko senken.

Röntgenbild einer Lunge

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