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So ernähren Sie sich knochenfreundlich

Unsere Knochen sind aus einem elastischen Grundgerüst und festen Mineralien zusammengesetzt. Das Grundgerüst besteht aus Knocheneiweiß (Kollagen Typ I), in das sich die Mineralstoffe einlagern. Damit das Knochengerüst stabil bleibt, benötigt es ständig „Baumaterial“, das Sie ihm am besten mit Ihrer Ernährung zur Verfügung stellen.

Wie jeder weiß, ist einer der wichtigsten Knochenbausteine Kalzium. Milchprodukte und ein kalziumreiches Mineralwasser sollten daher unbedingt auf Ihrem Speiseplan stehen. Damit Ihr Darm das Kalzium aus der Nahrung aufnehmen kann, ist er auf die Bereitstellung von Vitamin D angewiesen. Gleichzeitig aktiviert das Vitamin die knochenaufbauenden Zellen (Osteoblasten). Die täglich benötigten 1.000 I.E. Vitamin D kann Ihr Körper mit Hilfe des Sonnenlichts selbst bilden. Dazu müssen Sie sich täglich 30 Minuten im Freien aufhalten, wobei das Gesicht und die Hände unbedeckt dem UV-Licht ausgesetzt sind. Allerdings funktioniert die körpereigene Produktion in unseren Breiten nur in den Monaten von März bis September optimal. In der sonnenarmen Zeit empfehlen Experten daher die Einnahme eines Fertigpräparats. Bis zu 20 % des Tagesbedarfs an Vitamin D können Sie mit Ihrer Ernährung decken.Diese Nahrungsmittel sind reich an Vitamin D:

  • Hering
  • Sardellen
  • Heilbutt
  • Champignons
  • Emmentaler Käse
  • Eier

Doch es gibt noch einen weiteren Vitalstoff, der unsere Knochen stärkt: Vitamin K.

Bei uns noch viel zu wenig beachtet, zählt Vitamin K in Japan zu den am häufigsten verordneten Präparaten gegen Osteoporose. Nun hat Anfang 2012 eine Studie der Harvard-Universität in Boston/USA die knochenstärkende Wirkung des Vitamins belegt. Die Forscher hatten die Ernährungsgewohnheiten von 72.000 Krankenschwestern erhoben und dabei Erstaunliches festgestellt: Diejenigen, die regelmäßig Kohlgemüse aßen, hatten ein um 45 % geringeres Risiko, einen Knochenbruch zu erleiden.

Für starke Knochen benötigen Sie täglich mindestens 200 Mikrogramm Vitamin K. Diese Menge liefern Ihnen problemlos grüne Gemüsesorten wie Grünkohl, Lauch und Rosenkohl. Auch Kräuter wie Schnittlauch und Petersilie sind gute Vitamin-K-Quellen. Grundsätzlich gilt die Faustregel: Je grüner das Gemüse, desto höher der Vitamin-K-Gehalt.

Stärken Sie Ihre Knochen mit Mineralsalzen und Homöopathie

Eine Extra-Portion Mineralien erhalten Ihre Knochen durch Schüßler-Salze. Diese von dem Arzt Wilhelm Schüßler (1821 bis 1898) entwickelten Mittel sind homöopathisch zubereitete Mineralsalze. Aufgrund der Verdünnung sind die Mineral-Moleküle so klein, dass sie problemlos von den Zellen aufgenommen werden können. Gleichzeitig liefern Sie eine energetische Information, wodurch die mit der Nahrung aufgenommenen Mineralien besser in den Knochen eingebaut werden. 

Diese Salze gehören zur „Schüßler-Knochen-Kur“:

  • Nr. 1 Calcium fluoratum
  • Nr. 2 Calcium phosphoricum
  • Nr. 11 Silicea
  • Nr. 22 Calcium carbonicum

Lassen Sie dreimal täglich von jedem Mittel 2 Tabletten langsam im Mund zergehen. Für eine spürbare Verbesserung sollten Sie die Kur drei Monate lang durchführen. Schüßler-Salze erhalten Sie zum Preis von etwa 8 € für 400 Tabletten in der Apotheke. Wenn Ihnen die Einnahme der verschiedenen Mittel zu kompliziert ist, können Sie auch einen Versuch mit einem fertigen Komplexmittel aus knochenstärkenden Schüßler-Salzen (Iso® Bicomplex 13, 150 Tbl. ab 5 €) starten.

Homöopathische Zubereitungen, die neben Kalzium auch Heilpflanzenextrakte wie z. B. Beinwell enthalten, geben Ihrem Körper einen Impuls zur Anregung der Selbstheilungskräfte. Der Stoffwechsel der Knochen wird dadurch aktiviert und die Mineralien können besser eingelagert werden. Bewährte Präparate (z. B. Steirocall®, 100 ml ab 14 €; Calcoheel®, 50 Tbl. ab 7,50 €; Osteoplex®, 100 ml ab 15 €) sind durchaus zur Behandlung in Eigenregie geeignet.

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Über den Autor Beate Rossbach

Dies ist das Profil von Beate Rossbach, Chefredakteurin von „Naturmedizin Aktuell“ und „Natur & Gesundheit“. Lesen Sie hier alles über sie:

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Alte Kommentare
  • Isa Albrecht schrieb am 31.10.2013, 07:03 Uhr

    leider ist das hier alles nur partiell richtig; wir haben festgestellt... Ca-reiche Ernährung ist zwar eine der Möglichkeiten jedoch hiesse das nur: Härtung des Knochenmateriales.....was es eigentlich hier benötigt is Silicium..dh. die Einnahme von Silices = Kieselerde...denn diese regt Osteoblasten an zum Wachstum und die Osteoklasten zur Annahme.....:-) LG v. Isa-M.Albrecht Orthomed-NutriGenomics Schweiz

  • Astrid schrieb am 31.10.2013, 07:49 Uhr

    Bei den Vitamin D-haltigen Nahrungsmitteln habe Sie die liebe Brennessel vergessen. Brennesseln enthalten neben Calcium und Eisen auch Vitamin D und viele andere Mineralien und Vitamine. Die frischen Brennesseln, diese Pflanzen wachsen sofort wieder frisch nach, wenn sie abgeschnitten sind, können im Mixer zerkleinert in jedes Gericht gemischt werden. Sie schmecken wunderbar und brennen nicht, wenn sie zerkleinert sind. Mit freundlichen Grüßen Astrid

    • Ekkehard antwortete am 01.11.2013, 12:01 Uhr

      Liebe Astrid, es ist sicher okay, dass Sie auf die Potenz der Brennessel hinweisen. Aber das Vitamin D-Problem lösen Sie damit nicht. - Nicht mit der besten Ernährung. Vielleicht können Sie damit etwas korrigieren, bleiben bei einer Mangelsituation aber in selbiger. Hier sollte man sich wirklich bei den Experten (es gibt sie) informieren. Alles Gute Ekkehard

  • Antonio schrieb am 31.10.2013, 08:01 Uhr

    Ich denke, hier hat man was vergessen...MAGNESIUMCHLORID (MgCl2 6H2O ) vom Toten Meer, das bester fuer die Knochen und vieles anderes, das enthaelt auch Calcium-und Kaliumchlorid.Sie schreiben immer ueber Vitamine, aber es gibt solche und solche, wobei Sie immer die Apotheken als Quelle nennen, und da kriegt man NICHT die besten Vitamine, und wenn meistens sintetisch die nichts taugen.

  • Ekkehard schrieb am 31.10.2013, 10:33 Uhr

    Es wäre gut, wenn man in solchen Artikeln auch Bezug auf neuere Positionen nehmen würde. So scheint das Ziel einer optimalen Versorgung mit Vitamin D nicht mit 1000 IE täglich und auch nicht mit einem "Sonnenbad" von Händen und Gesicht erreichbar zu sein. Auch mit der Ernährung haben wir diesbezüglich keine Chance. Auch scheint mir nicht günstig, bei den Mineralien für die Knochengesundheit Magnesium und Silicium zu übersehen. Calcium scheint tatsächlich jeder genug zu bekommen, manche vielleicht zu viel. Es gibt wohl viele Hinweise darauf, dass der hohe Calciumgehalt auch mit mehr Knochenbrüchen in Verbindung gebracht wird. Und ist beim Vitamin K nicht zwischen K1 und K2 zu differenzieren? Etwas mehr "aktuelle Genauigkeit" wäre zur Orientierung hilfreich. Auch wenn man mal eine Pro- und Kontrameinung benennt. Wichtig ist doch nur, dass wir alle versuchen, uns der Wahrheit zu nähern. Und wir wissen ja, dass all' diese Prozesse in unserem Körper kompliziert sind.

  • Renate Polzer schrieb am 31.10.2013, 11:36 Uhr

    Das wichtigste ist gereinigtes energetisiertes WASSER und täglich Chlorella, damit der Körper alles ausscheiden kann was nicht in den Körper gehört (Gifte, Schwermetalle, etc)

  • Annelis Marien schrieb am 31.10.2013, 12:47 Uhr

    Leider können Patienten,die Marcumar einnehmen müssen,grünes Gemüse nur in geringen Mengen essen, weil sie eben das Vitamin K möglichst vermeiden müssen. Das Vitamin ist ein Gegenspieler des Marcumar.

  • jörg zink schrieb am 31.10.2013, 13:44 Uhr

    Den wichtigsten Stoff für Knochen und Gelenke ist die Kieselsäure !!!! Diese wird aus Pflanzen am besten resorbiert. Und es gibt bei uns eine Pflanze die einen einzigartig hohen Anteil daran hat. Diese wird als Tee zubereitet. Wenn sie mehr wissen wollen , dann lassen sie es mich wissen. Jörg Zink Physiker Ethnobotaniker Ernährungsberater u. Präventologe

    • Antonio antwortete am 01.11.2013, 06:33 Uhr

      Hallo Joerg, mich wuerde schon interessieren mehr zu wissen ueber diese Pflanze, fuer mehr infos waere ich dankbar

    • Matzdorff antwortete am 01.11.2013, 11:57 Uhr

      Grüß´ Sie, Herr Zink! Bitte nennen Sie mir die Pflanze, die, als Tee zubereitet, den Knochenaufbau fördert und in welchen Dosierungen. Ist es der Ackerschachtelhalm? Danke im Voraus und viele Grüße R.M.

    • jörg zink antwortete am 01.11.2013, 14:23 Uhr

      Es ist der Ackerschachtelhalm - da gibt es nichts besseres um die Knochen- und Knorpelstruktur zu regenerieren. Nichts und gar nichts ist damit vergleichbar. In der Tat ist Milch selbst ungeeignet, Käse schon eher. Das liegt an den Ebzymen des Käses. Diese sind besser bioverfügbar für den Körper, wie handelsübliche hocherhitze Milch. -WERTLOS! Gift für den Körper!

  • Kathrin Christian schrieb am 31.10.2013, 14:40 Uhr

    Hallo Frau Rossbach, ich war ein bisschen Entäuscht, dass Sie Milch als wichtiger Kalziumlieferant erwähnen. Diese Aussage ist meiner Meinung nach ein bisschen veraltet. Es wurde bereits veröffentlicht,dass Milchprodukte sogar den Knochenschwund fördern, da sie die Einlagerung von Kalzium in die Knochen verhindern und den Körper übersäuern. Kalziumreiche Ernährung ist vor allem Obst und Gemüse, vor allem grünes Blattgemüse wie Grünkohl, Rosenkohl, Brokkoli oder Rüben. Viel Kalzium enthalten auch Kräuter und Nüsse. Milch ist entgegen der weitverbreiteten Meinung nicht der Hauptlieferant von Kalzium. Im Gegenteil: In der Wissenschaft ist die positive Wirksamkeit von Milch beziehungsweise tierischem Eiweiß bei Osteoporose umstritten. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Mit freundlichen Grüßen Kathrin Christian

    • jörg zink antwortete am 01.11.2013, 14:39 Uhr

      Sie haben recht. Aber die wichtigste Pflanze für die Knochen, Knorpel und Gelenkflächen ist der Ackerschachtelhalm. Da gibt es keine echte Alternative. Die Bioverfügbarkeit und Konzentration der Kieselsäure ist mindestens ca. 20 mal besser wie andere Pflanzen.

  • Jürgen Greve schrieb am 31.10.2013, 22:06 Uhr

    Zum kalziumreichen Mineralwasser fällt mir ein,das dieses Mineral anorganischer Herkunft ist und für meinen Knochenaufbau nicht geeignet ist da dieser nun organisches Kalzium nutzen kann.Frage ist das so? juergengreve

    • Ekkehard antwortete am 01.11.2013, 11:53 Uhr

      Lieber Herr Greve, weil Sie das Mineralienthema anschneiden, möchte ich nur erwähnen, dass es nicht stimmt, dass unser Körper nur organisch gebundene Mineralien (Mineralien selbst sind wohl immer anorganisch) aufnehmen kann. Mit der Entdeckung der Ionenkanäle in den Zellmembranen ist wohl bekannt, dass die Mineralienionen über diesen Weg in die Zelle kommen. Wir sollten also immer wieder nach der Wahrheit suchen. Und es gibt zu viele Experten (ich bin keiner). Beste Grüße

    • jörg zink antwortete am 01.11.2013, 14:35 Uhr

      Es ist so!!!

    • Dr Hans Haeussler antwortete am 05.11.2013, 20:52 Uhr

      Hallo Herr Greve, hallo allerseits, das CaCO3 gibt es im Mineralreich in 2 verschiedenen Kristallmodifikationen: Dem Kalzit und dem Aragonit. Beides hat obige stöchiometrische chem. Formel, sind in ihrer inneren Kristallstruktur aber verschieden. Die Gehäuse z. B. der Schnecken und Muscheln bzw. das innere Traggerüst z. B. der Korallen wird vom betreffenden lebenden Organismus als Aragonit aufgebaut. Erst mit zunehmendem Alter kristallisiert der metastabile, organisch gebildete Aragonit um in die stabilere Kalzit-Modifikation (im Englischen: "calcite"). Der Aragonit ist somit immer nur organischer Entstehung, denn aus übersättigten Lösungen fällt auf rein anorganischer Weise immer nur Kalzit aus, nie Aragonit. Es hat sich herausgestellt, daß nur der organogen entstandene Aragonit eine optimale Bioverfügbarkeit bei der Aufnahme von Ca mit der Nahrung aufweist, insbesondere dann, wenn er in natürlicher Kombination mit Mg und anderen Mikro- und Spurenelementen aufgenommen wird, von letzteren besonders das Silizium. Beim Silizium gilt übrigens das Nämliche, da Si ebenfalls in mehreren Kristallmodifikationen auftritt. Eine hohe Bioverfügbarkeit hat somit nicht nur das in heutigen Pflanzen organisch gebundene wie z. B. das im Schachtelhalm, sondern z. B. auch das Skelettgerüst der Kieselalgen, die biologisch in Opalstruktur angelegt werden (die sich im Laufe der Zeit in die stabilere Chalzedon-Modifikation umwandelt). Eine sehr bekannte Kieselalgenfamilie sind die pleistozänen Diathomeen, die als Kieselgurerde weltweit nur in Norddeutschland auftritt, wo sie in Sandgruben hauptsächlich für viele industrielle Zwecke abgebaut wird. Ihre gesundheitliche Bedeutung ist in der Öffentlichkeit noch kaum bekannt.

  • Petra Albrecht schrieb am 01.11.2013, 23:41 Uhr

    welches vitamin K?

  • Veronika schrieb am 05.11.2013, 22:26 Uhr

    Es wäre sehr hilfreich, wenn Frau Rossbach zu den doch recht unterschiedlichen Meinungen einmal Stellung nehmen würde. Vielen Dank. Veronika

  • Annette Bauer Löwenberg schrieb am 18.11.2013, 21:50 Uhr

    Also Bewegung ist auch eines der Mittel gegeh Osteoporose, damit die knochen durch die angehängten Muskeln aktiviert werden. Und Fluor ist angeblich auch wichtig.